3D-Objekterkennung mit nur einer Kamera

„3rd Generation Matching“ vereinfacht Griff in die Kiste

30. Juli 2007

Der berühmte Griff in die Kiste ist nun ohne großen Aufwand möglich geworden. Die Softwarebibliothek für die industrielle Bildverarbeitung Halcon 8.0 von MVTec (München) ermöglicht die Erkennung beliebig im Raum orientierter Objekte jetzt als Standard-Technologie („3rd Generation Matching“). Bisher war es bereits mit Halcons bewährtem formbasiertem Matching (Shape-based Matching) möglich, 2D-Objekte zuverlässig, robust und schnell zu identifizieren. Mit der neuen Version 8.0 geht das auch für 3D-Objekte, deren räumliche Lage dabei keine Rolle mehr spielt. Dazu müssen lediglich zuvor die CAD-Daten des Objekts eingelesen und trainiert werden. Hierzu wurde Halcon 8.0 erweitert, so dass Halcon jetzt den Industriestandard unterstützt und DXF-Dateien einlesen kann. Beim Trainieren des CAD-Modells errechnet HALCON für die möglichen räumlichen Lagen des Objekts deren zweidimensionale Projektion auf ein Bild. Deshalb braucht das Bildverarbeitungssystem nur eine Kamera. Die 3D-Objekterkennung von Halcon stellt vor allem eine vollkommen neue Möglichkeit für die Robotik dar. Aufwändige Einzelprogrammierung sowie Stereoaufbauten mit zwei Kameras sind nicht mehr notwendig, Roboter können jetzt endlich beliebig geschüttete Objekte in ihrer exakten Raumlage erkennen und greifen. Mit Halcons „3rd Generation Matching“ sind aufgrund der Geschwindigkeit auch Echtzeitanwendungen möglich. Die 3D-Objekterkennung ist jedoch nicht nur sehr schnell und zuverlässig, sondern auch weitgehend robust gegenüber Beleuchtungsschwankungen.