18 junge Spanier

Jungen Menschen durch einen Ausbildungsplatz eine Chance für die Zukunft zu geben, das ist Thyssenkrupp Steel Europe ein besonderes Anliegen. Das gilt auch für Jugendliche aus anderen Ländern. So hat der Stahlhersteller über einen Zeitraum von fünf Jahren 50 zusätzliche Ausbildungsplätze für junge Spanier aus der Gegend um Valencia eingerichtet. Die ersten 18 Nachwuchskräfte haben ihre Ausbildung in diesem Lehrjahr begonnen und werden in technischen und kaufmännischen Berufen geschult.

13. Januar 2016

Bevor es für die 18 bisherigen Teilnehmer des Ausbildungs-Programms zur praktischen Schulung ins Technikzentrum in Duisburg gehen konnte, mussten die Jugendlichen zunächst in Intensiv-Kursen die deutsche Sprache büffeln. Zwölf von ihnen haben diese absolviert, während sie schon in Deutschland lebten. Ein Drittel hat zunächst in der spanischen Heimat Deutsch-Unterricht erhalten, bevor sie sich dann zum eigentlichen Ausbildungsbeginn auf den Weg nach Duisburg machten.

„Deutsch zu lernen, ist für die jungen Leute eine große Herausforderung“, betont Eliezer Dias vom International Recruiting von Thyssenkrupp Steel Europe. „Dafür haben Sie jeden Tag vier Stunden gepaukt.“ Aufgrund der guten Erfahrungen der Kandidaten, die das Deutsch-Training zuhause in Spanien machten, wird auch die neue Gruppe für 2016 zunächst in ihrer Heimat bleiben.

TKSE hatte sich im Rahmen der gesellschaftlichen Verantwortung angesichts der aktuellen Situation in Spanien entschlossen, jungen Leuten eine Chance zu geben. Diese wussten zuvor wenig über den Stahlhersteller und die Stadt Duisburg. „Meine Lehrerin hat mir von diesem Super-Angebot erzählt und meine Mama hat gesagt, da kannst du eine neue Sprache lernen, erfährst etwas über eine andere Kultur und andere Menschen“, erzählt beispielsweise Patricia Blasco Lahoz.

„Das war also interessant für meine nahe Zukunft und jetzt bin ich da“, so die 20-Jährige, die Speditionskauffrau werden will. Neben der sprachlichen Hürde ist vor allem das Heimweh eine Herausforderung für die Neulinge, die in Wohngemeinschaften in Duisburg untergebracht sind. „Und vor allem an das Wetter hierzulande und die deutsche Pünktlichkeit mussten sich die Jugendlichen erstmal gewöhnen“, so Dias aus den Erfahrungen der ersten Monate.