21. NOVEMBER 2017

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Neue Software für die additive Fertigung


Altair und AP-Works stellen auf der Formnext in Frankfurt neue Designprozesse, Materialien und Werkzeuge für den industriellen 3D-Druck vor. Die Hersteller demonstrieren eindrucksvoll das Potenzial des industriellen 3D-Drucks im Karosseriebau.

Die Unternehmen Altair, AP-Works, CSI Entwicklungstechnik, EOS, Gerg und Heraeus zeigen mit dem Gemeinschaftsprojekt 3i-Print, was mit moderner Simulationssoftware und der additiven Fertigung im Karosseriebau möglich ist. Mit dem Vorderwagen eines VW Caddy Youngtimers erwartet die Besucher am Gemeinschaftsstand von Altair und AP-Works ein Highlight des industriellen 3D-Drucks.

Dank simulationsgeleiteter Konstruktion, ist die Vorderwagenstruktur ein Leichtgewicht mit verschiedenen funktionsintegrierten Bauteilen, unter anderem für die passive und aktive Kühlung des elektrischen Antriebsstrangs. Außerdem wurde der Vorderwagen hinsichtlich Struktur und Crash-Performance optimiert.

Simuliert und optimiert wurde der Vorderwagen von den Ingenieuren von CSI Entwicklungstechnik mit Altairs Hyperworks-Tools. Anschließend fertigte AP-Works den Vorderwagen auf einem EOS M 400 mit dem Material Scalmalloy. Die Experten von Gerg haben die Endbearbeitung und den Fügeprozess der 3D-gedruckten Einzelteile übernommen.
 
Weitere Highlights am Stand
Die digitale Prozesskette für die Produktentwicklung bei der additive Fertigung steht im Fokus der Softwareerweiterungen von Altair. Auf der Formnext zeigt Altair erstmals die neuen Funktionen der Software Solidthinking Inspire, die jetzt auch Fertigungsrandbedingungen für die Topologieoptimierung, die Erstellung und Visualisierung von hybriden Lattice-Strukturen und die Bauteilorientierung im Drucker umfasst.

Außerdem wird Inspire Unlimited vorgestellt – Altairs Plattform für die Produktentwicklung in der Cloud. Die Messebesucher können sich von der Leistungsfähigkeit der browserbasierenden Entwicklungsumgebung überzeugen.
 
AP-Works zeigt die patentiere Aluminiumlegierung Scalmalloy. Das Material, das speziell für die additive Fertigung entwickelt wurde, vereint die Duktilität von Titan mit dem Gewicht von Aluminium. Kombiniert man Scalmalloy mit der additiven Fertigung, lassen sich effiziente Bauteile herstellen.

Topologieoptimierung für hybride Strukturen
Mirko Bromberger, Leiter Marketing und Additive-Manufacturing-Strategien bei Altair Engineering, erklärt: „Wir zeigen einen Prototypen des neuen Solidthinking Inspire, das jetzt Topologieoptimierung für hybride Strukturen ermöglicht." Neben einer generellen Materialverteilung werden gezielt Lattice-Strukturen erzeugt.
 
So lassen sich auch Bereiche mit unterschiedlichen Dichten und orthotropen Eigenschaften umsetzen und das Potenzial der additiven Fertigung ausschöpfen. „Im vergangenen Jahr haben wir auf der Formnext unser Light-Rider-Projekt vorgestellt, der weltweit erste 3D-gedruckte Motorradprototyp, der auch in diesem Jahr wieder am Stand zu sehen sein wird", erklärt Sven Lauxmann, Leiter Marketing und Vertrieb bei AP-Works.

„In diesem Jahr freuen wir uns darauf, unser Rethink-Konzept näher zu bringen. Rethink bedeutet nicht nur, die zahlreichen Designmöglichkeiten des 3D-Drucks auszuschöpfen und hochperformante Materialien wie Scalmalloy zu verwenden, sondern auch den 3D-Druck für die Serie zu qualifizieren", fügt er hinzu.

Datum:
06.11.2017
Unternehmen:

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