21. FEBRUAR 2018

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Industrie 4.0 in der Praxis


Was genau zeichnet eine moderne Shop-Floor-Lösung aus? Worauf müssen Unternehmen achten, wenn sie den Sprung ins Industrial Internet of Things schaffen wollen? In der Serie „Industrie 4.0 in der Praxis“ stellt Forcam die wichtigsten Module vor.

In Sachen IT für die Industrie 4.0 spielen deutsche Unternehmen vorne mit. Die fünf führenden Anbieter in Deutschland hat das Marktforschungs- und Beratungshaus Information Services Group Germany (ISG) identifiziert.

Das Wichtigste laut ISG: Moderne Betriebsdatenerfassung sammelt nicht mehr nur Daten in abgeschlossenen IT-Systemen. Vielmehr sind flexible, modulare, offene Lösungen notwendig, um die Möglichkeiten des vernetzten Zeitalters in der Fertigung zu nutzen.

Anforderungen an IT für eine digitale Produktion
• Konnektivität: Anschluss aller Anlagen und Systeme
• Flexibilität: Leichtes Reagieren auf veränderte Anforderungen der Fertigung
• Schnelligkeit: Echtzeitverarbeitung aller Daten
• Transparenz: Echtzeit-Umwandlung von Big Data in Smart Data
• Offenheit: Offene Programmierschnittstellen
• Mobilität: Ortsunabhängiges Arbeiten auf mobilen Endgeräten
• Globalität: Verarbeitung unterschiedlicher Sprachen, Zeitzonen und Rechneruhren

Wie eine gute Garderobe
Mit Technologie 4.0 ist es ein bisschen so wie mit einer guten Garderobe: Sie besteht aus verschiedenen Teilen (Modulen), die auch in verschiedenen Kombinationen zueinander passen und offen sind für neue Module.

Kombinierbarkeit, Flexibilität und Offenheit – das wird als IT-Lösung am besten durch eine Plattform erreicht, die alle Module integriert vorhält. Dieses zentrale Modul funktioniert wie eine Brücke, über die alle Daten in die richtige Richtung gelenkt werden.

Das Brücken-Modul sorgt für eine einfache und schnelle Anbindung der Maschinen und muss heterogene Maschinensteuerungen selbst vernetzen können. Neben der Datenerfassung sind auf dem Brücken-Modul weitere Sub-Module für die Integration von IT-Plattformen enthalten. Mithilfe von Adaptern lassen sich Fremdsysteme reibungslos anschließen. Die Module lassen sich nach Bedarf zusammenstellen.

Flexibilität, Offenheit, Modularität
Maschinen, Shop- und Top-Floor, mehrere Standorte weltweit – IT-Architekturen für Industrie 4.0 sind komplex. Daher haben sich international nur Lösungen mit offenen, standardisierten Schnittstellen etabliert, weil nur so eine umfassende Verknüpfung zu erreichen ist – ob mit verschiedenen Fabrik-Standorten, mit Cloud-Lösungen oder externen Systemen wie Predictive Maintenance oder Künstliche Intelligenz.

Das muss das Brücken-Modul einer Industrie-4.0-Lösung können
1. Anschluss aller Maschinen
• Lückenlose Integration heterogener Maschinenparks in Echtzeit 
• Automatische Erfassung, Aufbereitung, Speicherung und Darstellung von Daten
• Manueller Meldeaufwand verringert sich deutlich
• Unterstützung aller marktgängigen Steuerungstypen
• Einfacher Anschluss über Plug-Ins

2. SAP-Integration
• Nahtlose Verknüpfung von SAP/ERP mit der Maschinenebene
• Einfache Installation ohne Modifikationen am SAP-Standard
• Keine zusätzlichen SAP-Lizenzen erforderlich
• Erfassung von Auftragsdaten, Maschinenkapazitäten, Schichten und Stammdaten
• Rückmeldung von Shop-Floor-Daten inklusive Zeiterfassung
• Kopplung mit SAP HR und SAP PM möglich

3. ERP-Adapter
Dieser Adapter hat dieselben Funktionen wie der SAP-Adapter, ist aber für ERP-Systeme anderer Anbieter geeignet.

4. Einbindung von Fremdsoftware
Mit Plug-Ins lassen sich Software-Lösungen in die Umgebung integrieren, ob für
• PLM (Product Lifecycle Management)
• TDM (Tool Data Management)
• CAQ (Computer Aided Quality Management).

Datum:
01.02.2018
Unternehmen:
Bilder:
Forcam

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