19. FEBRUAR 2018

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Der qualifizierte Weg zum Schweißfachmann


In neun Monaten kann eine Menge passieren – zum Beispiel kann sich ein Facharbeiter zum Internationalen Schweißfachmann ausbilden lassen. Den passenden Lehrgang dazu liefert die Gesellschaft für Schweißtechnik International in Kooperation mit Messer Cutting Systems als DVS-Bildungseinrichtung.

Das Streben nach der perfekten Schweißnaht ist wahrscheinlich so alt wie die Disziplin an sich. Gefragt sind gut ausgebildete Experten. „Die Zusatzqualifikation zum Internationalen Schweißfachmann (IWS) steht jedem offen, egal, ob Facharbeiter, Geselle oder Meister aus der Metall- oder Elektrotechnik – und jetzt auch bei Messer Cutting Systems“, erläutert Wolfgang Schneider, Leiter der DVS-Bildungseinrichtung in Groß-Umstadt.

Schweißfachmann sichert Qualität
Mit Einführung der DIN EN 1090 verpflichten sich Betriebe, die geschweißte Bauteile herstellen, eine Herstellerqualifikation nachzuweisen. Eine besondere Aufgabe hat der Schweißfachmann – er übernimmt die Schweißaufsicht für solche Projekte. „In zertifizierten Schweißfachbetrieben ist eine verantwortliche Schweißaufsicht sogar zwingend gefordert. Somit lohnt sich eine Fortbildung für viele Betriebe“, ergänzt Wolfgang Schneider.

Im Lehrgang wird Fachwissen zur Schweißtechnik, Werkstoffkunde, Konstruktion und Fertigung vermittelt. Die Schlüsselkompetenzen befähigen den Teilnehmer, im nationalen und internationalen Umfeld die Herstellung geschweißter Komponenten zu planen und zu überwachen. „Die Ausbildung zum internationalen Schweißfachmann wird in vier modularen Lehrgangsteilen vermittelt. Jeder Ausbildungsteil berechtigt zum direkten Einstieg in den Folgeteil“, so Wolfgang Schneider.

Vier gewinnt
Facharbeiter und Gesellen, die 21 Jahre alt sind und drei Jahre Praxiserfahrung (inklusive Ausbildungszeit) mitbringen, müssen vor Lehrgangsbeginn eine Teilnahme an der Teil-0-Prüfung nachweisen. Darauf folgen die Theorieteile 1 und 3 sowie der praktischen Teil 2.

Die Theoriemodule sind in vier Hauptgebiete aufgeteilt: Schweißprozesse und -ausrüstung, Werkstoffe und ihr Verhalten beim Schweißen, Konstruktion und Gestaltung, Fertigung und Anwendungstechnik. Im Praxisteil werden unterschiedlichen Schweißverfahren wie Lichtbogen-, Metallschutzgas- oder Fülldrahtschweißen durchgenommen.

Der Lehrgang wird in einer Mischform aus Selbststudium und Gruppencoaching angeboten. Dadurch erarbeiten sich die Teilnehmer die Inhalte mithilfe der GSI-Lehrgangsunterlagen, im Unterricht wird der Stoff vertieft und gefestigt. „Mit dieser Methode reduzieren wir die Anwesenheitszeiten aufs Nötigste, das bedeutet weniger Reise- und Übernachtungsaufwand“, berichtet Wolfgang Schneider.

Die zukünftigen Schweißfachleute können sich regelmäßig mit Lehrern und Lehrgangsteilnehmern austauschen – auch über ein Lern-Management-System (LMS). Im LMS befinden sich außerdem zu jedem Kapitel Prüfungsfragen zur Selbstkontrolle.

Verantwortungsvolle Aufgabe mit Zukunftsperspektive
Nach bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer ein deutschsprachiges Zeugnis „DVS-IIW-Schweißfachmann (SFM)“ sowie ein englischsprachiges Diplom „International Welding Specialist (IWS)“.

Als Aufsichtsperson bekommt der Schweißfachmann eine Führungsposition und übernimmt Verantwortung für die Einhaltung der Schweißqualität. Er prüft Konstruktionszeichnungen, erstellt Schweißanweisungen, wählt Schweißer aus und leitet diese an. In größeren Unternehmen ist der Schweißfachmann das Bindeglied zwischen dem Schweißfachingenieur und den Fertigungsmitarbeitern.

Datum:
22.01.2018
Unternehmen:
Bilder:
Messer Group

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