19. FEBRUAR 2018

zurück

kommentieren drucken  

Ideale Oberfläche in einem Arbeitsgang


Technik/Kantenfräsen

Neun kompakte Kantenfräsen von Metabo sind seit einigen Monaten im Dauereinsatz bei der Unger Steel Group im österreichischen Oberwart. Ihre Aufgabe: Kanten von Bohrungen für die Beschichtung vorbereiten – und zwar mit einer Oberflächengüte, die später höchste Anforderungen im Korrosionsschutz erfüllt.
Mehrseitiger Artikel:
  1 2 3  

Kantenfräsen als Problemlöser für garantierten Korrosionsschutz

Die kompakten Geräte fräsen 45-Grad-Fasen bis vier Millimeter und Radien von zwei bis drei Millimetern. »Der Radius ist für unsere Anwendung die optimale Form. Die abgerundeten Kanten an den Bohrungen ermöglichen eine gleichmäßige Beschichtung. Als wir das gesehen haben, war uns gleich klar, dass wir damit den geforderten Korrosionsschutz sicherstellen können müssten«, erklärt Enrico Kalischnig. Er forderte kurzerhand drei Testmaschinen bei Metabo an und beauftragte seinen Abteilungsleiter für Zusammenbau und Schweißen, Johann Winkler, die Kantenfräsen auf Herz und Nieren zu testen.

»Wir waren schnell überzeugt«, berichtet Winkler. »Die Bedienung ist sehr einfach, und die Maschinen liegen auch bei längeren Arbeiten gut in der Hand. Wir kommen deutlich schneller voran als mit dem Senkbohrer – und das bei einem einwandfreien Ergebnis: Die Oberflächen der Radien sind sauber und gleichmäßig, wir müssen nichts nachbearbeiten. Nach einem Arbeitsgang ist die Sache erledigt.« Der Universalfräskopf lässt sich einfach und werkzeuglos einstellen, und die Umstellung von Radius zu Fase ist ohne einen Wechsel des Plattensitzes möglich. Durch integrierte Rastpunkte kann die Frästiefe schnell und einfach auf den Zehntelmillimeter genau eingestellt werden. Beim Arbeiten bleibt sie sicher in der gewünschten Position.

Obwohl das Team auf Anhieb von den Kantenfräsen überzeugt war, stand die Feuerprobe noch aus. »Die zentrale Frage war, ob die Beschichtung nachher auch wirklich die in der Korrosionsschutzklasse C5 geforderte Qualität hat«, sagt Kalischnig. »Doch dann kam das erste Teil aus der Beschichtung und das Ergebnis war perfekt. Diese Maschinen haben unser Problem damit tatsächlich gelöst.« Seit diesem Zeitpunkt sind neun kompakte Kantenfräsen bei Unger im Dauereinsatz. Mehrere Stunden pro Tag fräsen die Mitarbeiter damit die Kanten der Bohrungen in den Platten und großen Trägern. Vorder- und Rückseite einer Stahlplatte mit sechs Bohrungen sind mit der Maschine in knapp 60 Sekunden zu schaffen. Der 900 Watt starke Marathon-Motor liefert die dafür nötige Leistung.

Mit nur 2,5 Kilogramm ist die Maschine besonders leicht und kompakt. »Die Kantenfräsen sind sehr handlich, dadurch sind wir damit viel mobiler als bisher. Das ist vor allem bei sperrigen Bauteilen ein Vorteil. Auch die Robustheit ist ein Pluspunkt, weil die Fräsen bei uns ganz schön was aushalten müssen. Die Wendeplatten haben darüber hinaus hohe Standzeiten, so dass unsere Kosten für Verschleißteile deutlich gesunken sind«, sagt Winkler. Die Kanten werden nun direkt nach dem Zuschnitt vor Ort bearbeitet – und damit sind die Bauteile sofort bereit für die Weiterverarbeitung.


Mehrseitiger Artikel:
  1 2 3  
Ausgabe:
bbr 07/2017
Unternehmen:
Bilder:
Metabo
Metabo
Metabo
Metabo

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Themenvorschau bbr (PDF)

bbr Bänder Bleche Rohre - Themenvorschau

   Themenvorschau 2-2018

bbr Sonderhefte und Supplements