20. JANUAR 2018

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Vom Lager zum Laser


Fokus/Logistik

Vor einem Jahr integrierte König Metall, ein Lohnfertiger aus der blech- und metallverarbeitenden Industrie, ein automatisiertes Lagersystem von Remmert in seinen Produktionsablauf, um den gestiegenen Kundenanforderungen hinsichtlich kürzerer Reaktionszeiten und einer höheren Flexibilität gerecht zu werden.
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König Metall ist ein Zulieferer von Blech- und Metallkomponenten für die Metall- und Elektroindustrie sowie für die Bereiche Automotive und Maschinenbau. Der Spezialist für Rohrtechnik verarbeitet bereits in der vierten Generation Bleche und Metalle und hat einen umfassenden Werkzeugbau.

Das 1901 gegründete Unternehmen unterhält inzwischen auch Niederlassungen in Italien, Polen, Kanada und Kroatien. König Metall bearbeitet sein Material nach individuellen Kundenwünschen. Um den vielfältigen Kundenanforderungen gerecht zu werden, muss der Lohnfertiger extrem flexibel sein. Dazu setzt König Metall eine Vielzahl von unterschiedlichen Maschinen, wie Stanz-Nibbeln und Laseranlagen, ein.

Chaos im Lager

Die gestiegenen Herausforderungen bei der Lagerung äußerten sich dadurch, dass der Bestand von König Metall merklich angewachsen ist und infolgedessen immer größere Lagerflächen benötigt wurden. Der Grund dafür war unter anderem die Teileverlagerung eines Großkunden, der die hauseigene Fertigung aufgelöst hatte. Insgesamt nahm das Material 350 Lagerplätze ein, was für ein reines Platzlager kaum zu bewerkstelligen war.

Die Lagerung erfolgte ungeordnet auf etwa 600 Quadratmetern innerhalb der Produktionsfläche. Diese unübersichtliche Situation führte trotz des Einsatzes eines ERP-Systems immer wieder zu Fehlbeständen. Außerdem war die Bereitstellung der Blech- und Metalltafeln an den Bearbeitungsmaschinen zeitaufwendig. Denn das Material musste erst gesucht, umgelagert und dann per Stapler befördert werden. »Die Lagerhaltung vor Ort verursachte lange Reaktionszeiten«, erinnert sich Mario Eberle, Fertigungsleiter CNC-Blechtechnik bei König Metall. »Außerdem kam es durch das häufige Handling und Umsetzen oftmals zur Kratzerbildung, was in der Folge zu Tafelausschuss führte.«

Die von König Metall anvisierte Lösung enthielt in erster Linie die direkte Anbindung des Lagers an die Fertigungsanlagen und damit die Einführung einer voll automatisierten Zentralversorgung. Das Ziel war es, Material automatisch den Bearbeitungsmaschinen zuzuführen und die angearbeiteten Teile von den Anlagen zurück in das Regal zu lagern. Auch die Bestandsführung des Rohmaterials sowie der Fertigteile sollte verbessert werden, um die hohen Kundenanforderungen in Bezug auf Chargen- und Dokumentationspflicht dauerhaft zu erfüllen. Dazu sollte eine transparente, automatisierte Bestandsführung inklusive Buchungsprotokoll eingeführt werden.


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Ausgabe:
bbr 07/2017
Unternehmen:
Bilder:
Remmert
Remmert

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