24. MAI 2018

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Perspektive 2020


Innentitelstory

Wer schnell wachsen will, kommt mit den alten Strukturen meist nicht mehr weit. Der Lager-, Logistik- und Automationsspezialist STOPA wächst schnell, zuletzt durchschnittlich zehn Prozent in den letzten drei Jahren. Der geschäftsführende Gesellschafter Wolfgang Kienzler, Geschäftsführer Edgar Börsig und Michael Reichlin, Leiter Vertrieb und Marketing, verraten, was sie vorhaben.
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Trumpf wächst ja sehr schnell und – mit ganz wenigen Ausnahmejahren – konstant. können Sie davon voll profitieren?

Michael Reichlin: Im Prinzip schon, aber natürlich nicht eins zu eins. Von Erweiterungsinvestitionen von Trumpf-Kunden profitieren wir nur teilweise. Andererseits hat es Jahre gegeben, in denen wir stärker gewachsen sind als die Ditzinger.
Edgar Börsig: 1965 hatten wir acht Mitarbeiter, heute sind es etwa 250 alleine in Achern. Das sind ähnliche Verhältnisse wie bei Trumpf, wenngleich etwas bescheidener. Wir werden dieses Jahr eine Betriebsleistung jenseits 55 Millionen Euro erreichen. In den vergangenen drei Jahren sind wir durchschnittlich um jeweils zehn Prozent gewachsen.

Verlangt solch ein Wachstum nicht irgendwann auch organisatorische Änderungen?

Wolfgang Kienzler: Ganz richtig! Ein wesentlicher Schritt war es, dieses Jahr die Führungsebene zu erweitern und die Aufgaben neu zuzuweisen. Dabei haben wir uns an unseren vier Kernprozessen ausgerichtet: dem Vertriebs-, dem Konstruktions-, dem Produktionsprozess und den Services. Diese vier Kernprozesse haben jeweils mehrere Unterfunktionen. Den Vertriebsprozess einschließlich Marketing verantwortet seit Anfang April Michael Reichlin. Sein Vorgänger in dieser Funktion, Ralf Gerber, übernahm die technische Leitung. Auf Geschäftsführerebene betreut Edgar Börsig die Bereiche Personal, Finanzen, Produktion und Einkauf, während ich mich um Gesamtvertrieb, den Entwicklungs- und Konstruktionsprozess sowie den Dienstleistungsbereich Montage, Inbetriebnahme und Kundenservices kümmere.

Die gemeinsame Verantwortung für Vertrieb und Konstruktion ist interessant. Welche Idee stand hinter dieser Konstellation?

Edgar Börsig: Der Vertrieb übermittelt die Kundenwünsche, die Konstruktion prüft die Machbarkeit innerhalb des Kostenrahmens. Da gibt es nicht immer eine Schnittmenge. Der für beide Bereiche zuständige Geschäftsführer fungiert dann sozusagen als Schiedsrichter, bevor sich Vertriebsleiter und Konstruktionsleiter in die Haare bekommen.

Wolfgang Kienzler:Aber nicht nur im operativen Geschäft, sondern auch für die mittel- und langfristige Entwicklung ist die Verantwortung eines kaufmännischen und eines technischen Bereichs bei einer Person sinnvoll: Schließlich haben unsere Vertriebsmitarbeiter ihr Ohr am Markt und erkennen Trends dadurch sehr früh. Je schneller diese Informationen bei unseren Entwicklern landen, desto besser für die Kunden und Stopa.

Haben Sie noch weitere Antworten auf Ihr starkes Wachstum gefunden?

Edgar Börsig: Früher hatten wir eine Jahresplanung, die aber zu kurzfristig angelegt war und eine echte Kontinuität verhinderte. Beispiel Personalbereich: Bis Sie die benötigten Mitarbeiter rekrutiert haben, ist das Jahr rum, und Sie planen erneut. Das führt zu einer Art Slip-stick-Effekt. Deshalb haben wir uns Ende 2016 zu einer Strategieplanung nach dem EKS-Prinzip (›Engpasskonzentrierte Strategie‹ nach Wolfgang Mewes) zurückgezogen. Ergebnis war das Strategiekonzept ›Stopa 2020‹, das auf einer Dreijahresplanung beruht.


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