19. FEBRUAR 2018

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Neue Querteilanlage minimiert Ausschuss


Titel/Bandanlagen

Als Spezialist für hohe mechanische Qualitäten, Oberflächengüten und enge Toleranzen im Bereich der Aluminiumverarbeitung ist Martinrea Honsel Germany bekannt. Um den steigenden Ansprüchen der Branche gewachsen zu sein, ersetzte das Unternehmen Ende 2017 eine in die Jahre gekommene Querteilanlage und beauftragte Burghardt + Schmidt mit der Anfertigung einer individualisierten Querteilanlage plus Richtmaschine des Tochterunternehmens Schnutz. Die neue Anlage erfüllt die von Martinrea Honsel gestellten Anforderungen an Planheit, Arbeitsgeschwindigkeit und die oberflächenschonende Bearbeitung des Bandes. Außerdem ist mit der neuen Querteilanlage eine Anlagenverfügbarkeit von 97 Prozent gesichert.
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Schnellwechselkassetten erhöhen Maschinenverfügbarkeit

»Unserer Erfahrung nach ist die Richteinheit das wesentliche Qualitätsmerkmal einer jeden Anlage«, so Rünker. »Damit diese auch unsere Anforderungen erfüllt, ist eine gute und regelmäßige Wartung und Inspektion der Richtkassetten essenziell für uns, denn nur so können Stillstände zuverlässig vermieden werden.« Die Richtwerkzeuge müssen mit der Zeit nachgearbeitet werden, was die Burghardt + Schmidt GmbH als Aftersale-Service im Werk von Schnutz in Siegen übernimmt. Ist ein kompletter Austausch der Richtkassetten notwendig, können eine gleichbleibende Qualität und eine sehr kurze Lieferzeit gewährleistet werden. Um die Inspektion und den Austausch zu beschleunigen, hat Schnutz sogenannte Schnellwechselkassetten entwickelt und in dieser Anlage eingebaut. »Diese Richtkassetten reduzieren den Zeitaufwand für Instandhaltungsmaßnahmen dank einer verbesserten Zugänglichkeit«, so Baral. »Sie werden für die Wartung aus der Richtmaschine auf der Bedienseite komplett auf ein Wechselgestell gefahren, das sich in einer stabilen Stahlschweißkonstruktion befindet. Danach können die Kassetten von dort mittels einer Hebevorrichtung unkompliziert abgenommen werden, um sie dann zu inspizieren und falls nötig nachzubearbeiten.« Dies führt zu minimalen Stillstandszeiten und einer erhöhten Maschinenverfügbarkeit.

Trommelschere beschleunigt Arbeitsprozess

Nachdem das Band abgewickelt und plan gerichtet ist, wird es anschließend zu Blechtafeln quergeteilt. »In die Anlage haben wir eine Trommelschere eingebaut, um den Arbeitsprozess zu beschleunigen«, berichtet Baral. »Ihr Vorteil besteht darin, dass das Material im Durchlauf und somit ohne Schlingengrube gefahren wird.« Dadurch ist die Anlage nicht nur kompakter gebaut, sondern auch die Kosten für die Fundamente reduzieren sich. Zusätzlich verfügt die Trommelschere über eine vollautomatische Schnittlufteinstellung. Dabei wird zwischen den zwei Messern die Schnittluft abhängig von Materialfestigkeit und Materialdicke automatisch angepasst. Die Eingabe der Materialdaten erfolgt am Hauptsteuerpult, und die Trommelschere stellt anschließend die richtige Schnittluft ein. Dies vermeidet unnötige Bedienfehler und beschleunigt gleichzeitig den Arbeitsprozess.

»Der Vorteil der schnellen und individuellen Einstellung auf verschiedene Materialeigenschaften liegt auf der Hand«, erklärt Rünker. »Es senkt die Rüstzeiten sowie die Kosten für Nebenzeiten erheblich und ermöglicht schnelle Eingriffe während der Produktion, falls es zu einer Abweichung vom gewohnten Qualitätsstandard kommt. Eine Korrektur kann umgehend erfolgen. Außerdem wird die Standzeit des Schneidwerkzeuges stark verlängert.« Zusätzlich gewährleistet die Trommelschere dank der modernen Elektronik und der von B+S entwickelten Software die von Martinrea Honsel geforderten engen Längentoleranzen.

Schwingarmstapelmaschine schont die Produktoberfläche

Nachdem die Blechtafeln geschnitten sind, müssen sie, damit eine problemlose Weiterverarbeitung möglich ist, gestapelt werden. Dies kann bei unsachgemäßer Ablage allerdings zu Beschädigungen der Oberfläche führen. »Da unsere Werkstücke hohen dekorativen Anforderungen genügen müssen, ist eine einwandfreie Oberfläche essenziell wichtig«, erklärt Rünker. »Deswegen dürfen sie beim Stapeln nicht zerkratzt werden und müssen kantengerade gestapelt sein.«


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Ausgabe:
bbr 07/2017
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Burghardt + Schmidt
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