21. NOVEMBER 2017

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Das neue Sonnensystem


Future - E-Mobilität

Sparsam, alltagstauglich, nachhaltig – das ist der Thyssenkrupp Blue.Cruiser. Der schnittige Viersitzer ist das dritte Solarfahrzeug, das die Hochschule Bochum und Thyssenkrupp gemeinsam entwickelt haben. Hier die Details:

MAGNETE

Die Magnettechnik liefert der TK-Geschäftsbereich Materials Services. Die spezielle Anordnung der Permanentmagnete optimiert den magnetischen Fluss, wodurch die Energieeffizienz des Elektromotors gezielt verbessert wird. Insgesamt werden 200 Einzelmagnete für eine Antriebseinheit verbaut.

ELEKTROANTRIEB

Im Radnabenmotor steckt hochwertiges Elektroband aus dem Stahlbereich von Thyssenkrupp. Als Basis für den effizienten Antrieb wird eine hochfeste Automobilgüte genutzt. Das Zusammenspiel von Elektroband und Permanentmagnet ist hier besonders wichtig.

STAHLRAD

Anders als bei seinem Vorgänger, dem Thyssenkrupp Sunriser, wurden die Räder des Blue.Cruiser nicht aus Aluminium gefertigt, sondern aus Dualphasenstahl. Das Gewichtsniveau ist aber das gleiche. An der Radaufhängung, direkt hinter der Stahlfelge, befindet sich der aktive Teil des Elektroantriebs.

LENKUNG

Das Lenksystem ist eine Entwicklung von Thyssenkrupp Components Technology. Durch den Einsatz von CFK-Komponenten wird die Lenkwelle um etwa 60 Prozent leichter als eine herkömmliche Stahlwelle. Trotzdem ist eine hohe Festigkeit gewährleistet.

DÄMPFER

Die Stoßdämpfer wurden in kompakter Motorsport-Bauweise mit manueller Höhenverstellung und dem adaptiven Dämpfungssystem Bilstein B16 Ridecontrol gefertigt. Der Fahrer kann die Dämpfungskräfte den Fahrbahnverhältnissen anpassen und zwischen Sport- und Komfort-Modus wechseln.

RÜCKBANK

Für die Rücksitze wurde das Sandwichmaterial Litecor verwendet. Der Stahl-Polymer-Werkstoff besteht aus zwei sehr dünnen Stahlblechen, zwischen denen sich ein Kunststoffkern befindet. Die Rückbank unterstützt den Leichtbaugedanken des Fahrzeugs und bietet zwei Personen Platz.

GITTERROHRRAHMEN

Die sehr leichte Profilbauweise besteht aus ultrahochfestem Stahl, der eine verbesserte Crash-Performance aufweist. Der sogenannte Überrollkäfig schützt die Insassen in der Personenzelle und dient als Anbindung für tragende Strukturen und den Boden.

Das ist neu: mehr Stahl und Naturfasern

Im Thyssenkrupp Blue.Cruiser sind mehr Stahlkomponenten verbaut als je zuvor. Er vereint unter anderem Leichtbauelemente in der Karosserie, Elektroband im Motor und automobile Hightech-Komponenten im Fahrwerk. Der Nachhaltigkeitsfokus ergibt sich durch die ganzheitliche Betrachtung von Umweltauswirkungen in der Produktion, der Nutzungsphase und beim Recycling. Durch den Einsatz von Stahl statt CFK und Alu verringerten sich die Treibhausgasemissionen deutlich. Neuartige, teilweise vegane Materialien im Innenraum (wie Leinen und Ananasleder) und in der Hülle (wie Balsaholz und Bioharz als Laminierersatzstoffe) sind weitere Beispiele für die Umweltfreundlichkeit des Thyssenkrupp Blue.Cruiser.
Die wichtigsten Daten:
• Max-Geschwindigkeitetwa 120 km/h
• Solarfläche5 m² Siliziumzellen
• Entwicklungszeit2 Jahre

Ausgabe:
bbr 06/2017
Unternehmen:
Bilder:
Thyssenkrupp

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