21. NOVEMBER 2017

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Leichtbau praxisnah


Future - Leichtau

Aluminium, additive fertigung und Industrie 4.0 bildeten die Schwerpunkte des fünften Joinventure-Leichtbauworkshops in Unterschleißheim bei München. Organisiert wurde er von der Expertengruppe Joinventure und vom Leichtbau-Cluster der Hochschule Landshut.
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Der Fokus der Workshops liegt auf der Herstellung und Fertigung von Leichtbaukonstruktionen. »Praxis- und umsetzungsnah zeigten Wissenschaftler und Experten Entwicklungen rund um den Werkstoff Aluminium«, so Initiator Stefan Allmeier von Joinventure. Er freute sich ebenso wie Marc Bicker vom Leichtbau-Cluster über die 90 Teilnehmer aus Wissenschaft und Industrie.In seinem Vortrag »Aluminium – idealer Werkstoff mit Zukunft« betonte Prof. Dr. Jürgen Hirsch von Hydro Aluminium Rolled Products seine Überzeugung, dass »jetzt die Aluminiumzeit angebrochen ist«. Der Jahresverbrauch steige aktuell auf fast 70.000 Tonnen. Aluminium werde aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit, der guten Formbarkeit und hohen Leitfähigkeit sowie seines geringen Gewichts – es hat nur ein Drittel der Dichte von Stahl– bereits heute in vielen Branchen eingesetzt.
Besonders im Automobilbau ist der Bedarf in den letzten Jahren enorm gestiegen: Ford setzt in seinem ›Pick-up F 150‹ verstärkt auf Leichtbau – pro Fahrzeug werden 400 Kilogramm Aluminium verbaut. Mit dem verstärkten Einsatz des Leichtbaumetalls sei auch der Preis gefallen. Prof. Dr. Jürgen Hirsch erwartet weiter hohe Wachstumsraten. Großes Potenzial bieten für ihn beispielsweise Verpackungen wie Dosen oder Folien, der Einsatz im Bauwesen, zum Beispiel für Dächer oder Brücken, der Ersatz von Kupfer in der Elektronik oder auch in der Solarenergie.

Gerade durch neue Aluminiumlegierungen und verbesserte Oberflächen sind zusätzliche Anwendungen denkbar. Außerdem bietet die additive Fertigung ein großes Potenzial, wie das von Airbus AP Works vorgestellte Aluminium-Motorrad ›Light Rider‹ gezeigt hat.

Industrie 4.0 in der Schweißtechnik

Im Rahmen von Industrie 4.0 lautet das Ziel, mit Sensoren alle relevanten Prozessparameter vollständig zu erfassen und damit auch zu steuern. Wie ein solcher Prozess für das Schweißen aussehen könnte, zeigte Sahin Sünger vom Ingenieurbüro für Software, Entwicklung und Schweißtechnik Sünger in seinem Vortrag. Dabei ging er auf die gesamte Prozesskette ein: von der Entwicklung intelligent vernetzter Arbeitsplätze, die Auftragsanalyse und Materialbestellung über die Arbeitsplatzgestaltung und den Arbeitsschutz bis zur Produktionsüberwachung durch Fotodokumentation, Mess- und Prüfmaschinen.
Aus Sicht eines Praktikers beschäftigte sich Alois Lang von Joinventure mit dem Schweißen von Alumi-niumguss. Er zeigte in seinem Vortrag den Einfluss der Qualität des Gusses und der Legierungen auf den Schweißprozess. Darüber hinaus befasste er sich mit Vorgaben im Design und der Qualitätssicherung.


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Ausgabe:
bbr 06/2017
Unternehmen:
Bilder:
Hochschule Landshut
Hochschule Landshut
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