21. NOVEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

EMO gibt Takt für die Zukunft an


Taktgeber für die Zukunft der Produktion – so beschreiben die Aussteller die EMO Hannover 2017. Nach sechs Messetagen verabschieden sich die mehr als 2.200 internationalen Aussteller mit bester Stimmung.

„Mehr Geschäft, mehr Internationalität und mehr Innovationen: Die Messe hat einmal mehr ihre Position als Weltleitmesse für die Metallbearbeitung bewiesen“, resümiert Carl Martin Welcker, Generalkommissar der EMO Hannover 2017. Sie sei die wichtigste Herstellermesse weltweit und gebe den Takt für die globalen Trends in der Produktionstechnik an.

Und sie treibt das Geschäft spürbar voran: Laut Umfrage wollen die EMO-Besucher in den kommenden 24 Monaten mehr als 20 Milliarden Euro in Produktionstechnik investieren. Allein in der EMO-Woche wurden Verträge mit einem Volumen von 8 Milliarden Euro unterzeichnet. 

EMO-Motto trifft den Nerv der Zeit
Mit ihrem Motto Connecting systems for intelligent production hat die EMO Hannover den Nerv der Zeit getroffen und vor allem Besucher aus dem Ausland angezogen. Mit unterschiedlichem Fokus spiegelten sich im Angebot der meisten Aussteller erstmals in großem Stil vielfältige Lösungen zur Vernetzung, Applikationen zur Datenanalyse und neue Services wider.

Da ging es um vernetzte Systeme, auch zwischen verschiedenen Partnern, cloudbasierte Maschinenüberwachungssysteme, Simulationssoftware, Augmented Reality für die Maschineninstandhaltung, Blockchain-Technik für sichere Datenübertragung sowie neue Geschäftsmodelle. Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender von DMG Mori, berichtet: „Unter dem Leitspruch der diesjährigen EMO Hannover haben wir ganz konkrete Produkte für die digitale Fertigung gezeigt.“

Wissen, wo die Reise hingeht
Von den gut 130.000 Fachbesuchern reiste mehr als die Hälfte aus dem Ausland auf die EMO Hannover und informierte sich über die Zukunft der Produktion. 70 Prozent der ausländischen Gäste kamen aus Europa. Besonders die Zahl der Fachbesucher aus Asien stieg stark. „Die internationalen Besucher wollen wissen, wie Weltmarktführer die Digitalisierung in der Prozesskette umsetzen. Sie interessieren sich dafür, wie aus den vorhandenen Daten neue Geschäftsmodelle entstehen“, sagt Welcker.

Neben Digitalisierung und Vernetzung stießen auch die additiven Fertigungsverfahren auf großes Besucherinteresse. Stellvertretend für ein Fünftel der Fachbesucher sagt Dr. Alexander Krupp von Multiphoton Optics: „Als Application Engineer eines Unternehmens, das 3D-Drucker für die hochpräzise Teilefertigung produziert, komme ich zur EMO Hannover 2017, um mir die additive Fertigung anzuschauen und neue Technologien kennenzulernen.“

Für die Aussteller aus Übersee ist die EMO Hannover ein Sprungbrett in die internationalen Märkte. Jens Thing, Managing Director Europe, Haas Automation mit Sitz in Belgien, bringt es auf den Punkt: „Die EMO ist ein fantastisches Fenster zum internationalen Markt. Man findet hier Besucher aus aller Welt. Für internationale Geschäfte gibt es keine Alternative zur EMO.“

Im Gleichschritt mit der Internationalität wuchs auch die Entscheidungskompetenz der Besucher merklich. Viele Aussteller hoben die hohe Intensität und gute Qualität der Gespräche mit den internationalen Kunden aus der ganzen Welt hervor. „Wir haben bereits am zweiten Messetag mehr als 400 Anfragen verzeichnen können, und dieser Trend setzte sich sehr gut fort“, berichtet Norbert Teeuwen, COO der europäischen Niederlassung von Okuma.

„Im Vergleich zu den Messen vorher haben wir erfreulicherweise viel mehr Kundengespräche gehabt, die zu Abschlüssen geführt haben“, so Teeuwen weiter. Fast 60 Prozent der Besucher waren laut EMO-Besucherumfrage Führungskräfte. Mehr als die Hälfte verfügt über Entscheidungskompetenz bei Beschaffungen.

EMO begeistert als Kontaktbörse
Orientierung für die Trends von Morgen gaben auch die Rahmenveranstaltungen. Konferenzen, Seminare und Sonderschauen stellten Zukunftsthemen wie Industrie 4.0, Produktion von morgen, Additive Manufacturing, intelligente Werkzeuge, Maschinensicherheit, Ausbildung gewerblicher Mitarbeiter, attraktive Märkte von Indien über die USA bis Mexiko in den Fokus.

Das Angebot der Aussteller, das Rahmenprogramm und die phantastische Stimmung sorgten dafür, dass die EMO Hannover auch als wichtige Kontaktbörse begeistert. „Die EMO hat wieder bewiesen, dass sie zu Recht als führender Marktplatz für alle Themen rund um die Werkzeugmaschine gilt. Für Siemens ist sie die optimale Drehscheibe, um mit unseren Kunden aus allen Teilen der Welt im Dialog zu stehen“, so Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Business Unit Motion Control, Siemens.

Paukenschlag gleich zu Beginn
Die Erwartungen nach vier Jahren Pause an die EMO Hannover waren hoch. „Für uns begann die EMO Hannover 2017 mit einem Paukenschlag, denn der Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier war etwas ganz Besonderes. Das hat uns motiviert, um aus der EMO die beste Messe aller Zeiten zu machen“, freut sich Andreas Haimer, Geschäftsführer von Haimer.

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Themenvorschau bbr (PDF)

bbr Bänder Bleche Rohre - Themenvorschau

   Themenvorschau 7-2017

bbr Sonderhefte und Supplements