22. NOVEMBER 2017

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Sauber und schnell


Fokus/Laserschweißen

Hersteller von Blechbaugruppen sind ständig steigenden Anforderungen an Qualität, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit ausgesetzt. Schink Blechbearbeitung sieht darin aber kein Problem, sondern eine Chance.
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Wer gewinnen will, muss vorne sein. Anders kennt das auch Günter Schink nicht. Schon als er 1995 selbstständig wurde, war für den Techniker klar, dass er nicht einer von vielen Blechfertigern werden wolle, die Standardarbeiten erledigen: »Ich hatte zuvor als Betriebsleiter die damals brandneuen Laserschneidanlagen von Trumpf eingeführt und wusste um deren Leistungsfähigkeit. Daher war ich überzeugt, auf Basis dieser Technologie ein zukunftsfähiges, eigenes Unternehmen gründen zu können.« Sohn Stephan, ausgebildeter Kaufmann, sah das genauso, stieg daher sofort mit in den Betrieb ein und leitet heute das erfolgreiche, mittelständische Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater.

Das im oberfränkischen Bad Rodach ansässige Unternehmen wuchs von Anfang an rach und gleichmäßig. Als Basis dafür nennt Stephan Schink zum einen seine engagierten Mitarbeiter, die er heute großteils selbst ausbildet; zum anderen investiert er regelmäßig in neue Maschinen. Dank der Kombination aus Know-how und Technik ist der Blechbearbeiter in der Lage, ein breites Spektrum anzubieten. Das beginnt mit der Konstruktion und reicht über das Laserschneiden, Biegen und Abkanten bis hin zum Schweißen sowie zu einer abschließenden Oberflächenbearbeitung. »Zudem montieren wir immer öfter komplette Baugruppen, die dann direkt in den Maschinen und Anlagen der Kunden verbaut werden«, erklärt Stephan Schink.

Als Beispiele für solche Komplettaufträge nennt er Teigmaschinengehäuse und sogenannte Mehlstreuer für die Backwarenindustrie. Um deren hohe Hygieneansprüche erfüllen zu können, ist Edelstahl das Material der Wahl. Doch allein der richtige Werkstoff gewährleistet noch nicht die geforderte Sauberkeit im Lebensmittelbereich. Es geht ebenso darum, offene und raue Stellen zu vermeiden, die schwierig zu reinigen wären und daher Bakterien einen Angriffspunkt böten.

Strengere Qualitätsrichtlinien für Sichtnähten

Hersteller und Anwender von Anlagen in der Lebensmittelindustrie prüfen nicht zuletzt aus diesen Gründen sämtliche verbaute Komponenten sehr genau. Zu den neuralgischen Stellen zählen die Schweißnähte der Gehäuse. Ungleichmäßige Oberflächen und Verfärbungen – vor allem im Sichtbereich – werden ebenso wenig toleriert wie Kavitäten oder offene Schweißstellen. Schink erfüllte diese Anforderungen bislang durch Schutzgasschweißen von Profihand und anschließendes Beizen der Oberflächen. Auch heute erledigt er so vor allem kurze Verbindungen.

Da abzusehen ist, dass die Qualitätsrichtlinien für das Schweißen von Sichtnähten in einigen Branchen noch strenger werden und der Aufwand dann nicht mehr im Verhältnis zum Ertrag stünde, reagierte Schink frühzeitig. Seit Mitte 2017 steht eine Laserschweißzelle Trulaser Weld 5000 von Trumpf in der Fertigungshalle. Damit setzt der Blechfertiger einmal mehr auf Technologie aus Ditzingen. Stephan Schink dazu: »Wir haben seit unserer Gründung sehr gute Beziehungen zu Trumpf und wissen die Qualität der Anlagen ebenso zu schätzen wie die Unterstützung durch die Vertriebs- und Servicemitarbeiter.«

So freut er sich etwa über den innovativen Vorschlag des Trumpf-Vertriebsberaters Jürgen Henkel, den Preis für die Laserschweißzelle durch ein sogenanntes Lasernetwork zu reduzieren. Hintergrund: Die Trulaser Weld 5000 nutzt jetzt gemeinsam mit der Laserschneidanlage Trulaser 3040 Fiber eine 4 kW starke Festkörperlaserquelle Trudisk 4001. Der Wechsel erfolgt in Sekundenbruchteilen. Während beispielsweise die Trulaser 3040 Fiber gerüstet wird, schweißt die Trulaser Weld 5000, und wenn der Schweißroboter gerüstet wird, kann der Laser schneiden. So ist es Stephan Schink gelungen, die Einstiegsinvestition ins Laserschweißen deutlich zu reduzieren. Die Anschaffung einer weiteren Laserquelle will er ins Auge fassen, sobald die Anlage voll
ausgelastet ist.


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