21. NOVEMBER 2017

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Globalisiertes Rohr-Know-how


Globo/Italien

Mitte 2016 nahm der erst sechs Jahre zuvor gegründete Rohrhandel Markstahl in Jahnsdorf ein topmodernes Werk auf der grünen Wiese in Betrieb, um für seine anspruchsvollen Kunden Fertigteile aus Metallrohren herstellen zu können. Zu den technischen Highlights zählen je eine Rohrlaserschneidemaschine LT5 und LT8.10 sowie eine Rohrbiegemaschine E-Turn52 der BLM Group – per All-in-One-Konzept nahtlos zu einer Fertigungseinheit integriert.
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Hintergrund

Markstahl mit Sitz in Jahnsdorf im nördlichen Erzgebirge wurde Ende 2010 von Roland Markert als Rohrhandel in einem 15-m²-Büro in Chemnitz gegründet. Seine Erfahrungen als Mitarbeiter der Rohrabteilung eines großen Herstellers von Spezialstahl-Langprodukten hatte den gelernten Werkzeugmacher auf die Idee gebracht, sich mit seinem Know-how rund um die Anforderungen der globalen Industrie an Werkstücke aus Rohren selbstständig zu machen. Die Faszination für diese Materialien sprang schnell auf den stetig wachsenden Kundenstamm über. Diese Kunden, überwiegend Global Player, motivierten Markert schließlich, in die Weiterverarbeitung der Rohre einzusteigen. 2016 errichtete Markstahl ein Werk, das inzwischen mehr als 20 Mitarbeiter beschäftigt und mit seiner technischen Ausstattung in der Verarbeitung von Rohren und Flachmaterialien vom vollautomatischen Sägen, Laserschneiden und Roboterschweißen über das Biegen, Bördeln und Stanzen einschließlich Entgraten, Waschen, Trocknen und 100-Prozent-Messen alle Register ziehen kann.

Rohre sind eine eigene Welt. Mich faszinieren ihre vielen Facetten, Eigenarten und Möglichkeiten.« Roland Markertdringt die Begeisterung für sein Metier geradezu aus allen Poren. Weltweit geht der Gründer und Inhaber des Unternehmens Markstahl mit Sitz in Jahnsdorf südlich von Chemnitz bei ausgewählten Stahlwerken ein und aus, um für anspruchsvolle Kunden Rohre aus Metall einzukaufen oder herstellen zu lassen.

Dabei weiß der Experte sehr genau, bei welchen Anforderungen er sich am besten an welche Werke wendet. »Wir verarbeiten inzwischen auch Metallarten, für die es auf dem Markt keine Bezeichnung gibt«, stellt Markert fest. Dazu reicht er uns eine Konstruktion, deren Zweck sich uns auf den ersten Blick beim besten Willen nicht erschließt. »Das ist ein Bohrkopf, der in mehreren tausend Metern Tiefe Flüssigkeiten in die Erde pumpt«, klärt Markert das Rätsel auf.

Markstahl ist gewissermaßen Dienstleister für spezielle Fälle. Das Unternehmen wird von global agierenden Kunden aus Branchen wie unter anderem Möbel-, Fahrzeug- und Schiffbau, Sanitär, Luft- und Raumfahrt oder Bergbau vor allem auch dann eingespannt, wenn sie Rohre für besondere Anforderungen brauchen. »Unsere Spezialität sind individuelle Komplettkonzepte von der Beratung und Materialentwicklung über Einkauf sowie Herstellung und Weiterverarbeitung der Rohre bis hin zur globalen Logistik«, grenzt Markert sein Unternehmen vom Wettbewerb ab. Das gesamte Material, das Markstahl beschaffe, sei vorab mit Kunden besprochen und häufig sogar erst konzipiert worden. Manchmal vergingen viele Jahre, bis aus Ideen konkrete Werkstücke werden.


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Ausgabe:
bbr 05/2017
Unternehmen:
Bilder:
Georg Ulrich Dostmann

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