21. NOVEMBER 2017

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In der Zwickmühle


Handel

Zulieferer in der Automobilindustrie müssen heutzutage sehr strenge Qualitätsstandards einhalten, um im Wettbewerb bestehen zu können. Das Qualitätsmanagementsystem ISO/TS 16949 spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle.
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Durch die ISO/TS 16949 sollen nicht nur die Wirtschaftlichkeit optimiert, sondern auch Probleme und Risiken entlang der gesamten Lieferkette weitgehend vermieden und die Kundenzufriedenheit verbessert werden.

Zu enge Spezifikationen

Automobilhersteller beziehen ihren Stahl häufig von ausgesuchten Stahl-Service-Centern (SSC), die nach ISO/TS 16949 zertifiziert sind. Gelegentlich verlangen sie Standardgüten, in den meisten Fällen benötigen sie jedoch Stähle mit ganz engen mechanisch-technologischen Einschränkungen.

Die Anforderungen an das Material werden immer höher und die Einschränkungen immer differenzierter. Das SSC, das grundsätzlich keinen Einfluss auf die Eigenschaften des georderten Materials hat, wendet sich nach Eingang des Lieferauftrags an einen Stahlhersteller, der ebenfalls nach ISO/TS 16949 zertifiziert ist. So bleiben die Qualität innerhalb der Lieferkette sowie die Prozess- und Fertigungssicherheit gewährleistet.

Um jederzeit die gewünschte Materialmenge zeitgerecht bereitstellen zu können, selektieren die SSC in der Regel ihre Vorräte vor; das heißt sie legen sich Coils auf Lager, die den allgemeinen Anforderungen und Materialspezifikationen der Automobilhersteller entsprechen. Nun erhalten die SSC aber immer häufiger Einzelaufträge von den Automobilzulieferern mit ganz speziellen Materialeinschränkungen.

Neu oder Altbewährtes?

Haben die SSC das georderte Material nicht vorrätig, müssen sie es bei den Stahlherstellern bestellen oder Material aus ihrem Lager liefern, das den Anforderungen entspricht oder nur geringfügig davon abweicht, aber mindestens die geforderten Einschränkungen erfüllt. Das ist gängige Praxis.
Je nach Menge und Häufigkeit des Abrufs des gewünschten Sondermaterials ist der Stahlhersteller gezwungen, eine neue Stahlgüte für den geforderten Einsatz zu entwickeln. Wenn sie keine neue Güte kreieren, kann nur nach allgemein gültigen Normen bestätigt werden. Mit diesem Problem sind die SSC immer häufiger konfrontiert.


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Ausgabe:
bbr 04/2017
Unternehmen:
Bilder:
Bild: RRF/ fotolia.de

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