06. DEZEMBER 2016

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Aus alt mach neu


Durch ein Retrofit der Steuerung und des Regalbediengeräts und durch die Implementierung einer neuen Lagerverwaltungssoftware hat Stopa das gut 20 Jahre alte Blechlager der Hefter Maschinenbau GmbH & Co. KG, Prien am Chiemsee, zu neuem Leben erweckt. Seitdem arbeitet das Lager, das von einem anderen Hersteller stammt, effizienter als je zuvor.

Beim Positionieren gewinnt das RBG Zeit, obwohl es seine Geschwindigkeit jetzt in einem größeren Abstand zum Ziel verringert. Grund dafür ist eine höhere Prozesssicherheit beim Positionieren der Paletten und beim Absetzen des Materials auf den Paletten. Zudem stoppt das RBG selbst nun ebenfalls genauer vor dem jeweiligen Fach. Damit dies künftig noch schneller und präziser geschieht, hat Hefter, ein Systemlieferant und Dienstleister für feinmechanische OEM-Produkte, nachträglich auch den Fahrmotor austauschen lassen.

Am RBG hat die Stopa Anlagenbau GmbH, Achern-Gamshurst, die 16-Bit-Absolutwertgeber der Längsfahrtpositionierung und der Lasttraverse auf Absolutwertgeber mit Profibus-Schnittstelle umgebaut sowie die Hubwerkspositionierung mit einem absolut und lastunabhängig arbeitenden digitalen Wegmesssystem ausgestattet, das mit zwei Absolutwertgebern mit Profibus-Schnittstelle versehen ist.

Auch die als Lastaufnahmemittel dienende Gabel positioniert über einen profibusfähigen Absolutwertgeber. Dadurch ist es möglich, die parallelen Hub- und Längsfahrtpositionierungen des RBG bei einer Fachanfahrt synchron abzuschließen, damit die Antriebe erheblich weniger verschleißen. Außerdem ist das RBG für vier Beladehöhen ausgelegt. Neu ist auch, dass es die Beladehöhen der Lagerplätze unter- und oberhalb des angewählten Einlagerplatzes automatisch kontrolliert, um Kollisionen zu vermeiden.

Der Hauptvorteil des zum Jahreswechsel 2012/2013 durchgeführten Retrofits liegt in der Zukunftsfähigkeit des Lagers. Die beruht auf der jeweils neuen SPS und Lagerverwaltungssoftware, die an das ERP-System und an die Bearbeitungsmaschinen angebunden werden kann. Die Lagersteuerung hat Stopa von Siemens S5 auf Siemens S7 umgestellt. Da die auf einem Server befindliche Stopa-Software hardwareunabhängig arbeitet, ist sie ohne zusätzliche Installationen auf Windows-PCs einsetzbar. Dadurch kann man die Clients frei wählen und sehr einfach austauschen und die Software auch mit der Maus steuern.

Für jede Bearbeitungsmaschine kann der Betreiber mehrere Vorlagerungen als Liste eingeben. Nach einer Rücklagerung lagert das System automatisch die nächste Palette vor. Eine Wiegeanzeige informiert über das Gewicht der vom RBG aufgenommenen Systempalette. Im Rahmen des Retrofit hat Stopa das Auswertegerät der Wiegeeinrichtung ausgewechselt, weil die alte Wiegeeinheit das Gewicht nicht mehr lesen konnte.

Auch die Spaltkontrollen auf der Traverse sind neu. Mit ihrer Hilfe überwacht die Steuerung auf beiden Seiten des jeweiligen Lagerfaches, ob das RBG die Palette korrekt einlagert. Außerdem hat Stopa eine Gabelmittenkontrolle in die Traverse integriert, die prüft, ob die Palette beim Einlagern richtig im Fach liegen bleibt. Ebenfalls Teil des Retrofits ist eine Palettenmittenkontrolle, die abfragt, ob sich der Ladungsträger mittig auf den Gabeln befindet.

Datum:
05.06.2014
Unternehmen:
Bilder:

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