31. MAI 2016

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PLM und Simulation beflügeln Unternehmenserfolg


Eine Studie des unabhängigen Forschungsinstituts Tech Clarity zeigt, wie und welche fortschrittlichen Konstruktionsverfahren und Technologien den Erfolg von Fertigungsunternehmen positiv beeinflussen. In Kooperation mit Autodesk wurden weltweit 378 Unternehmen aus dem Bereich Industrieausrüstung befragt und unter diesen die sogenannten Top-Performer ermittelt, also Unternehmen, deren Umsatz- und Gewinnsteigerung in den letzten 24 Monaten am höchsten war.

Der augenfällige Unterschied: Während alle Betriebe ihren Umsatz in den letzten zwei Jahren im Durchschnitt um 10% steigerten, war bei den führenden Unternehmen die Steigerungsrate mehr als doppelt so hoch. Gründe für das bessere Abschneiden sind laut Studie unter anderem die Nutzung fortschrittlicher Konstruktionsverfahren und moderner Software-Technologie, beispielsweise für Produktlebenszyklus-Management (PLM) und Simulation.

Ähnliche Strategien – unterschiedliche Umsetzung
Auffallend: Die Unternehmen im Spitzenfeld verfolgen die gleichen Strategien wie alle anderen und setzen beispielsweise auf die Entwicklung von Innovationen, eine kundenspezifische Fertigung sowie eine rasche Auftragsabwicklung. Sie schreiben jedoch zusätzlich den globalen Märkten einen höheren Stellenwert zu. Ein zentraler Unterschied zwischen Top-Performern und den restlichen Unternehmen liegt weiterhin darin, wie sie diese Strategien verfolgen.

Voraussetzung für eine überdurchschnittliche Konstruktions- und Entwicklungsperformance ist laut Studie der Einsatz der richtigen Technologien. Demnach wird bei den führenden Fertigungsunternehmen wesentlich häufiger auf fortschrittliche Software für Simulation, automatisierte Konstruktion, Produktlebenszyklus-Management sowie für Fabrikplanung und -simulation zurückgegriffen. So beschleunigen Simulationswerkzeuge die Produktentwicklungsphasen, da sich Konstruktionsalternativen schnell und vielschichtig digital validieren und damit die Anzahl und die Kosten von Prototypen stark reduzieren lassen. Gerade bei Sonderfertigungen, die nur einmal oder nur in geringerer Stückzahl konstruiert werden, trägt das erheblich zur Effizienz, da weniger Korrekturschleifen notwendig sind, aber auch zur Absicherung von Garantierisiken. Denn durch Simulation erhalten die Entwickler auch detaillierte Erkenntnisse über das Verhalten eines Produkts während seiner Betriebszeit.

Eine wichtige Rolle für den Unternehmenserfolg nehmen laut Studie außerdem PLM-Systeme ein. Firmen müssen ihre Prozesse so effizient wie möglich gestalten, Prozesssicherheit gewährleisten und Silodenken reduzieren, um angesichts des aktuell herrschenden Wettbewerbsdrucks bestehen zu können. Mit einem gut durchdachten Produktlebenszyklus-Management können Unternehmen Kundenaufträge schneller und kostengünstiger abwickeln. „Oft müssen aufgrund der Spezialisierung der Unternehmen komplexe Workflows und enorme Mengen an Koordinationsvorgänge beherrscht werden, beispielsweise auch im Bereich der Produktindividualisierung“, erklärt Karl Osti, Business Development Manager Manufacturing EMEA bei Autodesk. „Mit PLM-Software können diese erforderlichen Prozesse sowie Kommunikations- und Koordinationsaufgaben über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts zentral verwaltet und nachvollziehbar beherrscht werden.“

PLM für alle
Die Studienergebnisse zeigen, dass der Einsatz eines PLM-Systems den Unternehmenserfolg positiv beeinflusst: Die führenden Fertigungsunternehmen haben mit einer 34 % höheren Wahrscheinlichkeit ein PLM-System implementiert. Dennoch macht insgesamt knapp ein Viertel (23 %) der befragten Unternehmen von Produktlebenszyklus-Management Gebrauch.

„Bei traditionellen PLM-Lösungen dauert die Implementierung einfach zu lange und es sind hohe Kosten damit verbunden“, sagt Karl Osti. „Es muss in weitere IT-Infrastruktur wie zusätzliche Server oder externe Berater für die Anpassung der Systeme investiert werden. Für kleinere und mittelständische Unternehmen rechnet sich solch ein System deshalb erst sehr spät beziehungsweise gar nicht. Die klassischen Geschäftsmodelle mit dem signifikanten Vorabinvest mit fragwürdigem Return-of-Invest (RoI) kommen in der IT-Industrie mehr und mehr aus der Mode. Kunden sind bereit für den realisierten Mehrwert zu bezahlen, kehren aber davon ab die ’Katze im Sack’ zu kaufen. Im angelsächsischen spricht man hier von ‚pay-on-business-value-capture’-Geschäftsmodellen. Ein Ansatz den Autodesk mit PLM 360 verfolgt.“

Datum:
10.12.2012
Unternehmen:

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