01. JULI 2016

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Vom Lederverarbeiter zum Spanntechnik-Experten


50 Jahre/Unternehmen

Mit dem Slogan ›Spannen mit Hilma‹ hat sich die Hilchenbacher Maschinenfabrik Hilma GmbH, die heutige Hilma-Römheld GmbH, um perfektes Zusammenwirken von Werkzeugmaschinen mit Spannmitteln verdient gemacht.

Die Unternehmensgeschichte beginnt im April 1944, als die Inhaber der Hilchenbacher Lederwerke Teile ihres Sohllederbetriebs auf die Herstellung von Maschinen, Vorrichtungen und Werkzeugen umrüsten. Unter dem Namen ›Wilhelm Hundenborn & Co. KG‹ stellt das neue Unternehmen bis zu seiner Zerstörung bei Kriegsende Vorrichtungen und Werkzeuge her.

1949: Das erste Patent

Nach der Wiederaufnahme der Produktion wird Hilma am 23. Juni 1947 in Hilchenbach unter dem Namen ›Maschinenfabrik Hilma GmbH‹ in das Handelsregister eingetragen. Das Unternehmen beginnt mit Reparaturaufträgen und produziert Bauteile für Motoren, Automobile und Traktoren. Doch in den Köpfen der Verantwortlichen existiert längst jenes Produkt, das als Standard für die Fabrikation gedacht ist: Bald konzentriert sich Hilma auf die Spanntechnik und kann bereits 1949 die erste Eigenentwicklung zum Patent anmelden, den ›Hilma-Hydraulikspanner‹. Seine Entstehung verdankt er der Erkenntnis, dass der mechanische Schraubstock, seit Jahrzehnten unverändert im Einsatz, den Anforderungen des modernen Maschinenbaus an größte Spannkraft und Genauigkeit nicht mehr genügt. Mehrere Dutzend weitere Innovationen in der Spanntechnik werden in den Folgejahren unter Schutz gestellt.

1991: Fokus auf Spanntechnik

Nach Umstrukturierung und Eigentümerwechsel konzentriert sich das Unternehmen ab 1991 unter dem Namen ›Hilma-Römheld GmbH‹ als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Römheld GmbH, Laubach, auf die Werkzeug- und Werkstückspannung. Es entwickelt und produziert heute weltweit individuelle Spannsysteme und Standardvorrichtungen. Im Verbund der Römheld-Gruppe ist es in 39 Ländern mit 500 Mitarbeitern (davon 100 bei Hilma) auf allen Kontinenten vertreten.

Die Römheld-Gruppe besteht aus der gleichnamigen Muttergesellschaft, den Spanntechnik-Spezialisten Hilma und Stark und der Gießerei Friedrichshütte. Dank ihres umfassenden Produktprogramms und der breiten Anwendungserfahrung kann sie firmenübergreifend individuelle Systemlösungen entwickeln und kostengünstig anbieten.

Bei Hilma dreht sich alles um den effizienten Werkzeugtausch, kurze Maschinenrüstzeiten und häufiges Umrüsten. Das Unternehmen bietet hydraulische, mechanische, elektromechanische und magnetische Spannelemente für nahezu jede spanntechnische Aufgabe. Wurden in der Vergangenheit vor allem standardisierte Spannelemente bevorzugt, fragen Produktionsunternehmen heute verstärkt individuelle Lösungen nach, die Hilma gezielt entwickelt. Daher sind rund die Hälfte aller Anfertigungen kundenspezifische Aufträge.

Gute Zukunftsaussichten

Für die Zukunft sieht sich Hilma gut aufgestellt: Selbst in schwierigen Zeiten können Unternehmen durch verstärkte Automatisierung beim Werkzeug- und Werkstückwechsel Produktivitätssteigerungen erzielen und gegenüber Wettbewerbern Kostenvorteile realisieren.

Gleichzeitig lässt der Trend zu einer noch größeren Variantenvielfalt bei Produkten die Nachfrage nach effizienten Schnellwechsel- und Positioniersystemen stark ansteigen.

Die Entwicklung wird in den kommenden Jahren vermehrt zu kundenspezifischen Lösungen und zu kompletten Spann- und Positioniersystemen gehen, da Unternehmen zunehmend auf externe Dienstleister zurückgreifen. Außerdem führt der Wettbewerbsdruck dazu, dass in Ländern mit hohem Lohnniveau verstärkt alte Pressen und Maschinen mit Schnellspannsystemen nachgerüstet werden, worauf Hilma mit seiner Produktpalette und seinem Serviceangebot bestens vorbereitet ist.

www.hilma.de

Ausgabe:
bbr 06/2010
Unternehmen:
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