29. JULI 2016

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Ohne Pulsation schneller und winkelfehlerfrei schneiden


Mit dreifacher Schallgeschwindigkeit durch Titan und Co.

„Schneiden können auch andere - aber nicht mit der Geschwindigkeit, mit der unsere Maschinen winkelfehlerfrei schneiden“, erklärt Jörg Hilske das Plus von Flow. Deren Anlagen mit Dynamic-Waterjet-Technologie würden Faktor 1,5 bis 4 schneller produzieren.

„Dynamic Waterjet arbeitet mit Active Tolerance Control, um Blech bis 50 mm praktisch ohne Winkelfehler an den Schnittkanten in einer verbesserten Toleranz zu schneiden“, erklärt Jörg Hilske, Vertriebsleiter der Flow Europe GmbH, Bretten. Je nach Anwendung würden Flow-Anlagen mit Dynamic-Waterjet-Technologie gegenüber konventionellen Anlagen 1,5- bis 4-mal schneller produzieren. Dabei könnten unter optimalen Bedingungen Toleranzen bis zu ± 0,04 mm selbst bei dicken Materialien erreicht werden. Beim herkömmlichen Verfahren liegen die Toleranzen im Zehntel-Bereich“, was nach Erfahrung von Flow für Anwender aus manchen Branchen präzise genug ist. „Das neue System macht besonders für Blechkonfektionierer und Lohnschneidebetriebe die Wasserstrahltechnologie noch interessanter. Nicht nur wegen der Winkelfehlerreduzierung in Verbindung mit dem hohen Vorschub, sondern auch aufgrund des Dauerarbeitsdrucks bis zu 4.150 bar. „Eine Vielzahl der Druckübersetzerpumpen am Markt können diesen Druck im Dauerbetrieb nicht halten und bleiben rund 10 % darunter“, weiß Jörg Hilske.

„Gesteuert und programmiert werden unsere Maschinen über unsere eigens entwickelte PC-basierende Software. ,FlowMaster& pos; ist Maschinensteuerung und CAD/CAM-Technologie in einem. Standard-Zeichnungsformate können werden, oder es können eigene Zeichnungen erstellt werden. Der Bediener gibt Materialart, Materialdicke und die gewünschte Schnittqualität ein, und FlowMaster erledigt den Rest. Der Werkzeugweg wird kontinuierlich auf dem Bildschirm angezeigt. Alle Maschinenfunktionen werden über FlowMaster gesteuert und kontrolliert.“ Beim Material gibts keine Grenzen

In puncto Material kennt Jörg Hilske fast keine Grenzen: Konkret kennt er beispielsweise einen Anwender, der Titanoxid nicht mehr sägt, sondern per Flow-Wasserstrahl dreimal schneller schneidet. Gegenüber dem Laser sieht Jörg Hilske die Wasserstrahlvorteile vor allem in der unbeeinflussten Materialstruktur. „Der Laser, wie auch der Plasmaschneider, verändern das Gefüge im Schnittbereich. Dafür fährt der Laser sehr schnell durch dünne Bleche. Ab Blechdicken von 10 bis 15 mm relativieren sich die Geschwindigkeitsvorteile.“ Wer auf das µm-genau und ohne Verzug und Gefügeveränderung produzieren will, dem würde auch Jörg Hilske zum Draht- Erodieren raten - das vergleichsweise jedoch extrem langsam ist.

Flow-Wasserstrahlschneidanlagen gibt es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen: beginnend ab einem Arbeitsbereich von 1,2 x 1,2 Metern.

Neue Impulse und für den Kunden vor allem noch bessere Bearbeitungsergebnisse verspricht sich Jörg Hilske von einer neuen Pumpengeneration, die durch eine direkt angetriebene Pumpe einen deutlich besseren, hydraulischen Wirkungsgrad liefert.

Ausgabe:
bbr 06/05/2004
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