09.2010
Optimale Kante
Schneiden und Schweißen
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Saubere Kanten an ihren Blech-Manschetten und -Muffen sind für die Waffenschmid Apparatebau GmbH das A und O. Diese Kernprodukte des Langenbrettacher Unternehmens werden an Vortriebsbetonrohren eingesetzt, die mehr als drei Meter Durchmesser haben können. Um dem Stahlblech optimale Kanten zu verpassen, setzt Waffenschmid seit rund 25 Jahren bevorzugt Schweißkantenformer von Trumpf ein. Mitte 2009 kaufte Friedrich Waffenschmid den neuen Trutool TKF 1500 mit Eigenantrieb und zeigt sich durchwegs zufrieden: »Wir sind damit noch schneller und produktiver geworden.« Lange Erfahrung mit Blech
Der Umgang mit Metall und Blech hat bei den Waffenschmids in Langenbrettach bei Heilbronn eine lange Tradition. Schon in früher Zeit müssen wohl Waffenschmiede den Familiennamen geprägt haben. Dokumentiert ist jedoch, dass bereits Anfang des 19. Jahrhunderts die Familie Waffenschmid einen Betrieb gründete, der neben Hufeisen auch Ackerwerkzeuge aus Blech herstellte. Heute sind Produkte und Kunden andere – Familie Waffenschmid arbeitet aber noch immer mit Blech. Unter Leitung von Schlossermeister und Schweißfachmann Friedrich Waffenschmid stellt das gleichnamige Unternehmen Manschetten und Untermuffen aus Stahl- und Edelstahlblechen für die Betonindustrie her. Diese Produkte bilden die zuverlässige und dichte Verbindung zwischen bis zu vier Meter langen Betonrohren, die als Pipelines tief in der Erde für den sicheren Transport von Abwasser und anderen flüssigen Medien sorgen. Perfekte Schweißkanten
Der Langenbrettacher Unternehmer setzt die Trumpf-Werkzeuge natürlich auch ihrem Namen entsprechend ein. Saubere Schweißkanten braucht er sowohl an den Stahlmanschetten, deren Enden nach dem Rundwalzen verschweißt werden, als auch an Filtergehäusen, die er im Auftrag seines Sohnes Gerhard anbringt. Dieser hat in der Nachbargemeinde Hardthausen mit Waffenschmid Metallbau ein eigenes Unternehmen gegründet, das sich auf den Bau von Filtergehäusen und Schweißbehältern aus Stahl und Edelstahl spezialisiert hat. Gerhard Waffenschmid erklärt dazu: »Die Schweißnähte an unseren Produkten, die auch für chemische Flüssigkeiten ausgelegt sind, müssen hundertprozentig dicht sein. Dafür brauchen wir perfekt vorbereitete Schweißkanten, und die bekommen wir von meinem Vater.« Eigenantrieb erhöht die Produktivität
Das innovative Werkzeug erlaubt es, ohne große Kraftanstrengung zu arbeiten, und der Umgang damit ist einfach. Bevor Facharbeiter Maqi Zeke den Bearbeitungsprozess startet, stellt er lediglich den Schrägungswinkel, die Fasenlänge und Blechdicke ein. Anschließend schaltet er das Gerät an, setzt es an der Blech-Vorderseite an, und der Bearbeitungsprozess beginnt. Jetzt läuft es alleine und muss bis zum Blech-Ende lediglich überwacht werden. Lange Haltbarkeit
Von Vorteil ist außerdem die lange Haltbarkeit des Stoßstahls, der in St37-Standardblechen Schweißkanten von etwa 350 m Länge erzeugen kann. Erst dann muss er getauscht werden. Und dabei verliert ein geübter Bediener nur wenig Zeit. »Meine Leute erledigen dies in drei bis vier Minuten«, stellt deren Chef fest. |
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