09.2010
Blech-Handling für Profis
Technik
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Dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus – dies ist das Motto des Blech-Lohnfertigers Berghaus, eines der führenden Jobshops im Südwesten Deutschlands. 75 Mitarbeiter verarbeiten in dem familiengeführten Betrieb jährlich über 5500 Tonnen Aluminium-, Stahl- und Edelstahlplatinen in unterschiedlichsten Qualitäten zwischen einem halben und 20 Millimetern Dicke. Das umfassende Bearbeitungsspektrum reicht vom Laserschneiden, Stanzen und Nibbeln über das Abkanten, Fräsen, Richten und Schweißen bis hin zur Oberflächenbearbeitung und Montage. Projektanforderungen
Da der Hersteller des bestehenden Automatiklagers mittlerweile in Konkurs gegangen und eine Modernisierung und Erweiterung somit ausgeschlossen war, führte der Blech-Lohnfertiger erneut eine intensive Marktanalyse durch. »Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im Bereich der vollautomatischen Bevorratung wussten wir natürlich ganz genau, was wir wollten – und vor allem: was nicht. Dementsprechend hoch waren auch unsere Anforderungen«, schildert Anno Berghaus. Neben einem sehr schnellen Regalbediengerät und einer leistungsstarken Zieh-Schub-Einrichtung sollte das neue System eine raumoptimierte Lagerung gewährleisten, zwei unterschiedlich große Palettenformate zusammenbringen und größtmögliche Flexibilität für Schnellschüsse bieten. Aufgrund des rasanten Unternehmenswachstums sollte das neue Blechzentrum außerdem für neue Maschinen und Technologien vorgerichtet und somit bearbeitungs- und informationstechnisch zukunftssicher sein. »Das Blechlager ›Midi‹ von Remmert erfüllte all diese Bedingungen und bot darüber hinaus noch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis«, begründet Anno Berghaus die Anbieterauswahl. Effizienter Materialfluss
Das saarländische Familienunternehmen nutzt das neue Blechlager ausschließlich zur Bevorratung von Rohmaterial. Dafür stehen dem Jobshop auf einer Lagergrundfläche von rund 300 Quadratmetern heute 240 Palettenplätze zur Verfügung. Sobald die vom Berghaus-Einkauf georderten Blechplatinen im Wareneingang der Produktionshalle eintreffen, werden sie von einem Mitarbeiter des Lohnfertigers an der Einlagerstation des Systems bereitgestellt und über das Regalbediengerät an einen freien Palettenplatz transportiert. Zu diesem Zeitpunkt ist der Materialeingang bereits verwogen und wertmäßig erfasst. Projektbesonderheiten
Außergewöhnlich ist die Kombination von zwei unterschiedlich großen Palettentypen innerhalb des Lagersystems. Dies ist darauf zurückzuführen, dass eine der ans System angeschlossenen Laserschneidmaschinen Bleche in Überlänge bearbeitet. Um die Maschine mannlos mit Material zu versorgen, integrierte Remmert neben den Standardpaletten für das Blechformat 1,5 x 3 Meter auch übergroße Paletten für Platinen mit dem Format 2 x 4 Meter. Letztere sind in einer Reihe vertikal im Lagersystem angeordnet und befinden sich in unmittelbarer Nähe der entsprechenden Bearbeitungsmaschine, um die Wege für das Regalbediengerät möglichst kurz zu halten. Überzeugende Ergebnisse
»Durch den Einsatz des neuen Blechlagers und die direkte Maschinenanbindung arbeiten wir heute um einiges produktiver und gleichzeitig viel entspannter, als es uns früher möglich war«, resümiert Anno Berghaus zufrieden. Und Matthias Remmert, Geschäftsführer der Friedrich Remmert GmbH, ergänzt: »Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass die Effizienzsteigerungen, die durch eine Optimierung der bestehenden Lager-, Handling- und Produktionsprozesse erreicht werden, in vielen Fällen deutlich größer sind als von den meisten Unternehmen erwartet.« |
Ausgabe:
BBR 02/2010
Unternehmen:
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