SEPTEMBER
07.2010


 

Bedürfniskonform


Technik - Fließpressen

Kaltfließpressteil statt Drehteil: Ein innovativer Herstellungsprozess schafft multifunktionale Präzisionsteile in Großserienreife von Anfang an – und nicht nur damit eine nachhaltige Kostenreduzierung.

Immer komplexer, schneller und multifunktionaler, so müssen sie sein, die technischen Lösungen, die Konstrukteure und Entwickler in der Automobil- und Elektroindustrie heutzutage entwickeln. Das alles für eine Welt, in der der technische Fortschritt beständig voranschreitet. Doch darf bei all den reizvollen technischen Merkmalen und der Begeisterung für innovative Lösungen das wichtigste Ziel nicht aus den Augen verloren werden: die kostenoptimale Herstellung der entwickelten Produkte. Gerade für Präzisionsteile aus Metall können aus unterschiedlichen Produktionsverfahren enorme Kostenunterschiede resultieren.

Drücken statt drehen

Das Segment der Präzisionsteile war in der Vergangenheit eine Domäne der spanabhebenden Fertigung. Die Teile wurden größtenteils im kostenintensiven Drehverfahren hergestellt. Steigende Rohstoffpreise kombiniert mit dem generellen Kostendruck in der gesamten Industrie ließen den Ruf nach innovativeren und kostengünstigeren Produktionsverfahren immer lauter werden.

Als Antwort auf diese Herausforderung hat Arnold Umformtechnik, Hersteller individualisierter Multifunktions- und Verbindungsteile aus Metall, die Produktreihe Conform entwickelt. Dabei handelt es sich um komplexe Präzisionsteile, die statt im Drehverfahren mittels Metallumformung hergestellt werden.
Allein durch die Änderung des Produktionsverfahrens können, abhängig von Teil und Produktionsmenge, Kosteneinsparungen um 80 Prozent realisiert werden. Auslöser für diese enorme Kostenreduzierung ist unter anderem der geringere Materialeinsatz, der aus dem spanlosen Umformverfahren resultiert, sowie eine deutlich höhere Stückleistung der Mehrstufenpressen gegenüber herkömmlichen Drehautomaten.

Den Anwendungsfällen und dem Design der Conform-Produkte sind laut Arnold beinahe keine Grenzen gesetzt. So können mit der Sechsstufen-Presstechnik Teile mit Außenverzahnung, formgewalzte, hohle und halbhohle Teile sowie exzentrische Produkte und Lagerbolzen hergestellt werden.

Der Forderung nach größtmöglicher Multifunktionalität einerseits und dem kostenoptimalen Herstellungsverfahren andererseits wird bereits in der Frühphase der Conform-Teile-Entwicklung nachgekommen. Nach einer ersten Abstimmung mit dem Kunden führt Arnold Umformtechnik für die zu fertigenden Teile, quasi noch auf dem Reißbrett, einen sogenannten Großserien-Check durch. Durch diese Prüfung können die erforderlichen Parameter für eine kosteneffiziente und optimierte Herstellung des Kundenteils ermittelt werden, ohne Funktionsweise oder Qualitätsansprüche zu gefährden.

Der Entstehungsprozess mündet sodann in die Produktion bereits seriennaher Funktionsmuster, die mit denselben Eigenschaften in der später folgenden Großserie als Umformteil hergestellt werden können. Dadurch entsteht eine lückenlose Konformität mit den Ansprüchen des Kunden.

www.arnold-umformtechnik.de

Zahlen & Fakten

Die Arnold-Gruppe ist eine 100-prozentige Tochter des global agierenden Würth-Konzerns, dessen über 65000 Mitarbeitern in 42 Gesellschaften weltweit über 8 Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaften.

Ausgabe:
BBR 11-12/2009
Unternehmen:
Bilder:

 

 

 

 

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