09.2010
Hightech und Handarbeit Hintergrund
SPEZIAL Laser
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Späne! Überall Rollcontainer voller Metallspäne - das ist das Erste, was dem Besucher der Fertigungshallen von Heckler & Koch im schwäbischen Oberndorf auffällt. Es ist kaum überschaubar, wie viele Fräsmaschinen unterschiedlichster Generationen dichtgedrängt in der Fertigungshalle stehen und immerwährend abgefräste Späne in die bereitstehenden Rollcontainer fördern. 60 Jahre höchste Qualität
Vor knapp 60 Jahren - Ende 1949 - wurde das Unternehmen von ehemaligen Mitarbeitern der Mauser Werke gegründet: Edmund Heckler, Theodor Koch und Alex Seidel. In den Anfängen wurden unter anderem Teile für Nähmaschinen und Maschinen für die Werkzeugbearbeitung hergestellt, bevor 1955 die Entwicklung und Fertigung von wehrtechnischem Gerät aufgenommen wurde. Blick für neue Fertigungsverfahren
Mit der stetigen Entwicklung neuer Produkte und den sich ändernden Materialien und Anforderungen haben sich die Oberndorfer immer auch einen guten Blick für neue Fertigungsverfahren bewahrt. So stehen in einer der Fertigungshallen zwei Festkörperlaser des Hamburger Laserspezialisten Rofin und verschweißen neu entwickelte Magazine, die unter anderem im HK416 und auch dem britischen SA80-Sturmgewehr eingesetzt werden. Engpass erfordert neue Schweißtechnologie
Mit dem Erhalt eines neuen Großauftrags war die Kapazität der bestehenden Anlage jedoch nahezu erschöpft, sodass schnell gehandelt werden musste, um die geforderten Mengen weiterhin produzieren zu können. »Uns war klar, dass wir in jedem Fall eine diodengepumpte Laserstrahlquelle auf dem neuesten technischen Stand haben wollten. Mit der zunehmenden Auslastung der vorhandenen Anlage haben sich aufgrund der begrenzten Lebensdauer der Bogenlampen leider auch die Wartungsfrequenzen und damit die Ausfallzeiten des Lasers erhöht«, erklärt Michael Vielsack. Laser - das flexible Werkzeug
Für den bewährten, lampengepumpten Laser gibt es trotz der neuen, modernen Strahlquelle gleich nebenan noch viel zu tun. Nun verbunden mit einer anderen Bearbeitungsstation werden unter anderem Pistolenmagazine geschweißt sowie Teile lasergehärtet.
Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Sonja Müller
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