25. SEPTEMBER 2016

zurück

kommentieren drucken  

Halbierte Schweißkosten


Getestet und für gut befunden, auf diesen knappen Satz lässt sich die Einführung des EWM-ForceArc-Schweißverfahrens beim Stahl- und Maschinenbauer Hendriks Precon reduzieren - wir verraten warum.

Hendriks Precon ist eines der führenden niederländischen Stahl- und Maschinenbau- Unternehmen mit einem breiten Spektrum an Aktivitäten. Das Unternehmen setzt bei seinen Projekten in großem Stil auf MIG/MAG-Schweißtechniken und ist davon überzeugt, dass es mit dem neuen EWM-forceArc-Verfahren die Kosten der Schweißarbeiten nahezu halbiert. Herry van Houten, Commercial Director von Hendriks, hat das EWM-forceArc-Verfahren auf einer Hausmesse bei unserem niederländischen Vertriebspartner Lastechniek Europa kennengelernt. Nach einer praktischen Demonstration vor Ort testete Hendriks zwei Wochen lang unter Produktionsbedingungen eine »Phoenix 500 Expert Puls forceArc« mit separatem Drahtvorschubgerät »Phoenix Drive«. Die Ergebnisse waren gleichermaßen verblüffend wie umwerfend: Hendriks orderte das EWM-Gerät direkt im Anschluss an den Test. »Wir arbeiten jetzt bereits seit einem halben Jahr mit der neuen Technik«, erklärt Herry van Houten, »und es ist schwer, genau zu sagen, wie sich die vielen positiven Aspekte im Detail zeitsparend auswirken«. Aber er ist davon überzeugt, dass sich im Unternehmen die Kosten der Schweißarbeiten grob gerechnet halbiert haben - Nacharbeiten inklusive. Dazu führt er aus: »Man braucht nur einmal die Geschwindigkeit des Schweißverfahrens selbst zu betrachten. Die Verbesserung im Vergleich zum herkömmlichen MIG/MAG-Schweißen mit dem Sprühlichtbogen liegt bei etwa dreißig Prozent. Die kürzeren Schweißzeiten entstehen vor allem auch durch die geringere Anzahl von Lagen. Weil schneller geschweißt werden kann, ist die Wärmeeinbringung geringer, was zu einem deutlich reduzierten Materialverzug führt, nachträgliches Richten wird dadurch oftmals überflüssig. Auch das nahezu spritzerfreie Schweißen reduziert die Nacharbeit erheblich. Weniger bzw. überhaupt keine Einbrandkerben sowie eine gleichmäßig glatte Nahtoberfläche und eine optimale Nahtgeometrie sind weitere positive Effekte.« Und dann wären da noch die Einsparungen durch die Umstellung von Fülldraht auf massiven Draht. Zur Wirtschaftlichkeit bleibt festzustellen, dass sich die Investition in diese Maschine ungefähr innerhalb eines Jahres amortisiert haben wird - die Hälfte dieser Zeitstrecke hat Hendriks Precon schon hinter sich.

Überzeugte Schweißer
Auch die Schweißer sind vom EWM-forceArc-Verfahren begeistert. »Unsere Schweißer empfinden das forceArc-Verfahren als komfortabler«, erklärt der Commercial Director sichtlich erfreut, »der Lichtbogen lässt sich besser führen und der Einbrand ist durch den eingeschnürten kurzen Lichtbogen tiefer, die Nahtoberfläche sieht nach dem Schweißen nicht mehr verbrannt aus. Das Schmelzbad ist gleichmäßiger, was man auch im Verlauf der Naht erkennen kann.« Wie er weiter bemerkt, ist auch die Einstellung der Maschine komfortabler: durch die einfache Eingabe der Materialart, der Schutzgasart und des Drahtdurchmessers sowie durch die Synergic-Einknopfbedienung. Die sehr schnelle Regelung des Schweißstromes ermöglicht es, einen konstant kurzen Lichtbogen zu fahren. Für den Schweißer bedeutet das ein stabileres Schweißen. »Und selbst die Rauchentwicklung ist bei diesem Verfahren erheblich reduziert«, bringt er seine Ausführungen zum Abschluss.
In der Hendriks-Werkstatt wird das forceArc-Verfahren unter anderem zum Schweißen von großen Innen- und Außenringen an Stahlkernrohren verwendet. Diese werden später mit Beton ausgegossen. Die Leckfreiheit ist deshalb ein absolutes Muss.
Generell hat das EWM-force- Arc-Verfahren seine Domänen beim Schweißen von un-, niedrig- und hochlegierten Stählen sowie Aluminiumlegierungen an Blechdicken über fünf Millimeter. Kaum eine Branche, in der das neue Verfahren nicht zum Überholvorgang gegenüber dem herkömmlichen MIG/ MAG-Verfahren angesetzt hat: im Stahl- und Metallbau, Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeug-, Schienenfahrzeug- und Schiffbau, Container-, Behälter- und Apparatebau, Offshore- Industrie.


Background
Vorteile von EWM-ForceArc
Bis zu 30 Prozent höhere Schweißgeschwindigkeit durch den hohen Lichtbogendruck und den eingeschnürten Lichtbogen, eine erhebliche Qualitätsverbesserung durch tiefen Einbrand für sichere Wurzelerfassung und nahezu spritzerfreie Schweißnähte sowie eine deutliche Kostensenkung mit bis zu 50 Prozent Produktivitätssteigerung durch entscheidend weniger Material- und Energieverbrauch, reduzierte Werkstattkosten und schnelleres Schweißen.

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Themenvorschau bbr (PDF)

bbr Bänder Bleche Rohre - Themenvorschau

 

bbr Sonderhefte und Supplements