01. OKTOBER 2016

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Virtuell gebogen


Von Anfang an in 3D

Die Software ist in den heutigen Konstruktionsbüros oft mitentscheidend, ob sich das geplante Produkt später auch problemlos herstellen läßt. Dem Konstrukteur eröffnen sich zahllose Möglichkeiten, seine Konstruktion vorab in 3D anzusehen, und auf eventuelle Schwachstellen hin zu untersuchen. Auch die virtuellen Fertigungsparameter können für die Entscheidungsfindung sehr hilfreich sein. Doch welchen Umfang die Konstruktions-Software auch immer haben mag; entscheidend ist ihre einfache Bedienbarkeit, um der Konstruktion schnell auf die Sprünge zu helfen.

Unter dem Motto „IT Meets Metal Working“ zeigt das Systemhaus SPI GmbH, Ahrensburg, auf der EMO, seine neuen Programme für Autodesk (AutoCad, Mechanical Desktop, Inventor) und „SolidWorks 2001“. Der Systemanbieter präsentiert seinen prozeßorientierten Ansatz zusätzlich mit seiner Softwarelösung für die Biegesimulation, „SPI-V Bend“ und plant den gemeinsamen Auftritt mit dem Bremer Systemhaus Asco Data. Durch die unmittelbare Nachbarschaft ihrer Messestände demonstrieren Asco Data und SPI auf dieser Fachmesse durchgängige Lösungen von der Konstruktion über die Blechabwicklung bis zur Einzelteilprogrammierung, Schachtelung und NC-Daten-Erzeugung. Die Programme sind für „AutoCad 2000/2000i/2002“, „Mechanical Desktop 6.0“, „Inventor“ und „SolidWorks 2001“ verfügbar. Die SPI-Applikationen sind 100-prozentig in die jeweiligen Basissysteme integriert.

Von komplexen 3D-Blech-Designs zu präzisen Abwicklungen
Mit „SPI-3D Blech“ entstehen komplexe 3D-Blech-Designs, die in Sekunden in präzise Abwicklungen überführt werden. Parametrische Blechprofilkörper können aus beliebigen Konturen aufgebaut werden. Teile oder ganze Baugruppen leiten sich aus existierenden Zeichnungen ab oder entstehen von Anfang an in 3D. Beginnend mit einem Profil wird die Konstruktion durch Hinzufügen von Laschen erweitert, die unter beliebigen Winkeln angesetzt werden können. Alternativ stehen der Box-Befehl oder vordefinierte Laschentypen, zum Beispiel die “schnelle“ Standardlasche (mit automatischer Rundung und Freistellung), die “vereinfachte“ Lasche für die scharfkantige Konstruktion, die Gehrungslasche, die Z-Lasche oder der Umschlag zur Auswahl. Komplexe Blechkörper können auch mit Hilfe des Blech-Shelling oder durch Lofting zwischen existierenden Profilen aufgebaut werden. Vordefinierte Werkzeuge unterstützen den Konstrukteur. Ausbruch, Auslauf, Langloch, Rechteck, Quadrat, Senkung und Versteifungssicke stehen - neben anderen - bereits als parametrische Prägewerkzeuge zur Verfügung. Die Definition eigener parametrischer Werkzeuge ist zulässig.

Biegen aus einem flachen 3D-Körper durch bloße Spezifikation einer Biegelinie
Die parametrische Biegefunktion erlaubt das Biegen aus einem flachen 3D-Körper durch bloße Spezifikation einer Biegelinie. Nach Ausführung des Biegevorganges können der Biegewinkel und -radius parametrisch geändert, Materialart und Dicke können ebenfalls verändert werden. Die Berechnung berücksichtigt die Biegeverkürzungswerte aus der Materialverwaltung. Weitere nützliche Funktionen: „Verrunden und Fasen einer Blechkante“ erleichtert das Auswählen der gewünschten Kante. Es genügt, in die Nähe einer Ecke zu klicken, um die Kante zu definieren. Das lästige Zoomen entfällt, die vom Programm ermittelte Ecke wird zur Kontrolle markiert. Eine Erweiterung des „Schlitz-Kommandos“ stellt die Möglichkeit dar, auch gekrümmte Kanten zu schlitzen. Es ist möglich, den Winkel zwischen zwei Flächen zu ermitteln. Die SPI-Materialdaten (Art und Dicke) wie auch die maximale Breite und Länge der Abwicklung können in eine Stückliste übertragen werden. Die Werkzeugtabelle listet auch zusätzlich XY-Koordinaten und den Drehwinkel des Werkzeuges auf.

Vom Blech zum Rohr
„SPI-3D Rohr“ ist ein Werkzeug für die automatische Generierung von geschweißten Rohrleitungsteilen und Verbindungselementen. Die Integration in „AutoCad“ und „Mechnical Desktop“ gewährleistet die vollständige Kompatibilität zu anderen Anwendungen von Autodesk. Die Applikation ist anwenderfreundlich gestaltet und praktisch selbsterklärend. Alle Funktionen sind als Icons und/oder über das Menü im Zugriff. Sobald eine Funktion ausgewählt ist, wird eine Box mit der entsprechenden Skizze und Eingabefeldern für die Parameter abgebildet. Hier werden die Abmessungen definiert oder durch eine Meßfunktion ermittelt und interaktiv eingefügt. Eine Schnittstelle zur Nutzung der SPI-Materialverwaltung steht zur Verfügung. Der Anwender hat permanent Zugriff auf deren Parameter, zum Beispiel das Material, die Maschine und die Blechstärke.

Speziell für die blechverarbeitende Industrie
„SPI-SheetmetalWorks Pro“ wurde speziell für die blechverarbeitende Industrie entwickelt und führt mit dem leistungsstarken Basissystem zu einer produktiven Gesamtlösung für die Blechkonstruktion mit „SolidWorks“. SPI erweitert die Verkürzungsberechnung in „SolidWorks“ um eine vom Anwender frei konfigurierbare Materialverwaltung und sorgt so für korrekte Materialzuordnung von Anfang an. Mit SPI-„SheetmetalWorks“ lassen sich sowohl „Grundbleche“ als auch „Profile“ durch Ansetzen von Laschen als Blechkörper neu aufbauen. Auch das „Anheften“ von Materialdaten an importierte Modelle (DWG, SAT, IGES) ist möglich. Der Import erfolgt mit automatischer Erkennung der Blechdicke. Dadurch ist eine korrekte Abwicklung sichergestellt. Die Berechnung der Abwicklung erfolgt nach DIN-Norm, definierter Formel oder auf Basis von Tabellenwerten.


Ausgabe:
bbr 08/2001
Unternehmen:

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