31. JULI 2016

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Sparsamer Ofen


Technik/Aluminium

Sparsame, umweltfreundliche Aluminiumschmelztechnik war von der Gründung an der Schwerpunkt der ZPF therm Maschinenbau GmbH. Seit November 2013 werden die erprobten und über die Jahre stetig verbesserten Schmelzöfen jetzt unter dem Dach der ZPF GmbH produziert.

Die erste ZPF-Anlage ging schon im Februar nicht ganz zufällig an ein Unternehmen, das auch noch immer sechs Öfen der ersten Generation von 1993 nutzt: Die Metallwerk Friedrich Deutsch GmbH hatte sich aufgrund der jahrelangen Erfahrungen und der Zufriedenheit mit der Ofentechnik aus Siegelsbach entschieden, auch mit der neuen ZPF zusammenzuarbeiten.

Bekannt ist das Metallwerk Friedrich Deutsch in Innsbruck vor allem für seine teils einbaufertig geformten Stahlkanten für die Ski- und Sportindustrie. Daneben fertigt man aber auch Aluminium-Druckgussteile für alle namhaften Autohersteller Europas; pro Jahr werden mehrere Tausend Tonnen Material geschmolzen – bislang in sechs Schmelz- und Warmhalteöfen im 24-h-Dauerbetrieb. »Aus Kapazitätsgründen wurde allerdings eine Erweiterung nötig«, erklärt Hubert Tilg, Bereichsleiter der Abteilung Druckguss. »Da wir mit den bestehenden Öfen absolut zufrieden waren und sie auch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, war klar, dass wir uns wieder für ZPF entscheiden.« Zudem kann man aufgrund der Vertrautheit mit diesen Schmelzanlagen auch am neuen Ofen die Wartungen zum Großteil selbst durchführen.

In nur drei Monaten wurde die Anlage gefertigt und ausgeliefert. Installiert wurden ein Ofen mit 1500 kg/h Schmelzleistung und 5000 kg Warmhaltebad, eine Chargiermaschine sowie ein 17-Filterofen zum Reinigen des Flüssigmetalls. »Durch seine Größe liefert der neue Schmelzofen noch bessere Energiewerte und ist dadurch noch wirtschaftlicher als die älteren Systeme«, so Tilg. »Zudem muss durch die größere Chargieranlage nicht so häufig beschickt werden, was den Energieverbrauch senkt und die Leistung erhöht.«

Generell ist die Ofentechnik von ZPF auf einen möglichst niedrigen Energieverbrauch ausgelegt, wozu sie das Prinzip des umgekehrten Abgasstromes nutzt: Die heißen Rauchgase aus dem Schmelzprozess werden nicht sofort ausgeschieden, sondern gezielt so durchs Ofeninnere geführt, dass ihre Hitze zum Warmhalten des erschmolzenen Alus genutzt wird. Zudem fungiert die Brennkammer aus Spezialbeton nicht nur als Trennung zwischen dem aggressiven Flüssigaluminium und der Außenhülle, sondern verringert auch die Wärmeabstrahlung und wirkt als Energiespeicher, was eine konstante Temperierung des Innenraums erleichtert. Der dadurch geringere Brennstoffbedarf macht den Ofen besonders effizient und umweltfreundlich. Gleichzeitig führt der längere Weg der Gase in der Schmelzanlage zu niedrigeren Emissionen, da nahezu alle Schadstoffe bei über 800 °C nachverbrannt werden, was den Abgasfilter einspart.

Die Technik wirkt sich aber auch auf Schmelzqualität und Wartungsaufwand aus: Die Abgase im Ofeninneren erzeugen einen geringfügigen Überdruck, der ein Eindringen zusätzlichen Sauerstoffs verhindert. So lässt sich die Reaktion von Sauerstoff und Aluminium, die zur Korrundbildung in der Schmelze und an den Innenwänden führen würde, gering halten. So werden sowohl ein hoher Reinheitsgrad des Flüssigaluminiums erzielt als auch Schädigungen der Ofenwände und damit der Aufwand zur Neuzustellung der Anlagen reduziert.

Seit der Inbetriebnahme läuft der Ofen problemlos im Vollbetrieb. »Wir hatten schon einen der – wenn nicht den – ersten Ofen der früheren ZPF therm, der übrigens heute noch läuft. Und wir werden auch weiterhin sehr eng mit ZPF zusammenarbeiten«, erklärt Michael Deutsch, Geschäftsführer des Metallwerks Friedrich Deutsch. »ZPF ist ein Partner mit wahrer Handschlagqualität, mit dem man durch alle Höhen und Tiefen gehen kann.«

www.zpf-gmbh.de

Ausgabe:
bbr 05/2014
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