30. JUNI 2016

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Der perfekte Schnitt


Technik/Messen und Prüfen

Rohrschweiß-Experte Schöler setzt bei seinen Anlagen auf die Drehgeber von Wachendorff. Denn der jahrelange Partner erfüllt die Qualitätsstandards und bietet Lösungen auch nach Kundenwunsch an.
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Unweit der alten Hansestadt Lübeck und nur wenige Autominuten vom Ostseestrand entfernt liegt Pansdorf, ein kleiner Ort in Schleswig-Holstein. Hier, zwischen Pensionen, Bauernhöfen und Getreidefeldern, hat Schöler seinen Sitz – ein Maschinenbauunternehmen, das sich auf die Entwicklung und Produktion von Anlagen zur Herstellung dünnwandiger Rohre und Lamellen spezialisiert hat.

Das Familienunternehmen wurde 1928 als Konstruktionsbüro gegründet und hat seitdem eine atemberaubende Entwicklung genommen. 160 Mitarbeiter konstruieren und bauen heute vor allem Maschinen für die Fertigung von Wärmetauschern, wofür feinste Rohre und Lamellen unterschiedlicher Beschaffenheit benötigt werden. Seit vielen Jahren liefert Schöler seine Lösungen in die ganze Welt und gilt besonders bei der Herstellung von Rohrschweißanlagen für dünnwandige Messing-, Kupfer- und Aluminiumfolien in Bereichen von 0,1 bis 0,5 mm international als Marktführer.

›Made in Pansdorf‹
Besonders bekannt sind die Hochgeschwindigkeitsrohrscheren von Schöler, die mit Hilfe eines rotierenden Messers Rohrabschnitte zehntelmillimetergenau und rasend schnell abtrennen. Diese Einheiten werden nicht nur in eigen konstruierten Anlagen verwendet – auch andere Maschinenbauer verwenden für ihre Lösungen Rohrscheren ›Made in Pansdorf‹, die in unterschiedlichen Ausführungen als einbaufertiges Modul erhältlich sind und weltweit bereits in mehr als 150 Anwendungen eingesetzt werden.

Thomas Ossoulenko, bei Schöler für die Elektrotechnik und Softwareentwicklung verantwortlich, zeigt eine Anlage zur Produktion geschweißter Rohre, die für einen Auftraggeber in China bestimmt ist. Ausgangsprodukt ist ein Messingband von 0,12 mm Stärke, das auf einer Spule aufgewickelt ist, von wo es abgerollt wird und einen Rollformprozess durchläuft, bis am Ende fertige Rohre, verzinnt und in gewünschter Länge, entnommen werden können. Diese Rohre werden später als Bestandteil von Wärmetauschern für den Transport des Kühlmediums sorgen.

Die von Schöler entwickelte Rohrschneidetechnik arbeitet mit Hilfe eines unter Hochgeschwindigkeit rotierenden Messerarmes. Dieser kreuzt auf seiner Rotationsbahn das noch endlose Rohr, dass in diesem Moment durch das am Ende des Messerarms befestigte Messer geschnitten wird. Wie kompliziert es ist, den Eintauchpunkt des Messers in das Rohr exakt zu definieren, wird deutlich, wenn man die hohen Geschwindigkeiten bedenkt, die das endlos geformte Rohr beim Durchlauf durch die Maschine erreicht. Immerhin sind auf den Schweißanlagen von Schöler Produktionsgeschwindkeiten bis 200 m/min möglich.
Die Bewegung des rotierenden Messerarms muss während des gesamten Produktionsvorganges exakt gesteuert werden, um hochpräzise Schneidergebnisse zu erzielen. Genau hier bewähren sich die Geräte von Wachendorff: Ein Drehgeber sorgt dafür, dass die Position des Messerarms auf seiner Rotationsbahn kontinuierlich erfasst wird, denn diese Daten braucht die Steuerung der Schere für ihre Befehle.

Ein weiterer Drehgeber ermittelt die zurückgelegte Strecke des geschweißten Rohres. Anhand dieser Messdaten wird durch die Scherensteuerung der Schnittzeitpunkt definiert. Nur so ist es möglich, die Rohre auch bei variablen Produktionsgeschwindigkeiten kontinuierlich exakt auf die gewünschte Länge zu schneiden.
Die elektronische Steuerung, die Grundlage für die Präzision der Schöler-Scheren ist, hat das Unternehmen ebenfalls selbst entwickelt. Sie wird beim Kauf einer Rohrschere mitgeliefert und kann als kompaktes Board im Schaltschrank eingebaut werden. Erst durch das Zusammenspiel beider Komponenten – Scherenmechanik und Steuerung – konnte die Rohrschneidetechnologie weltweit ihren Erfolgszug antreten. Immer mit dabei: zwei Drehgeber von Wachendorff.


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Ausgabe:
bbr 03/2013
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