28. SEPTEMBER 2016

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Beweglich wie eine Hand


Leichter, kompakter und schneller: Der neue Crossbar-Roboter von Schuler sorgt dafür, dass geformte Bleche innerhalb einer Pressenlinie sicher und direkt von einer Stufe zur nächsten transportiert werden. Auf der Messe Euroblech) präsentiert Schuler seine jüngste Automationslösung erstmals der breiteren Öffentlichkeit.

„Durch seine kompakte Bauweise und die hochdynamischen Servomotoren kann der neue Crossbar-Roboter mehr Teile pro Minute befördern“, erklärt Reiner Dörner, Leiter Produktmanagement, Entwicklung & Projektierung bei Schuler Automation in Gemmingen. Lag die Ausbringungsleistung einer mit dem Vorgänger-Modell ausgerüsteten Pressenlinie bei maximal zwölf Teilen pro Minute, sind jetzt bis zu 14 Teile pro Minute möglich. Noch befindet sich der Nachfolger in der Testphase, die Freigabe soll in den nächsten Monaten erfolgen.

Auch zur Nachrüstung von Anlagen geeignet
Die Crossbar-Roboter werden hängend montiert und ähneln in ihrer Bewegung und in ihrem Freiheitsgrad einem menschlichen Arm – nur dass dieser die Bleche nicht mit Fingern greift, sondern sie mit Unterdruck und Saugern aufnimmt, gegebenenfalls neu positioniert, und wieder abgibt. Möglich wird dies durch modernste und perfekt auf die Pressen abgestimmte Steuerungstechnik. Eingelernt wird der Roboter über ein mobiles Handbediengerät.

In Frage kommen die Crossbar-Roboter sowohl zur Automation neuer Pressenlinien als auch zur Nachrüstung bestehender Anlagen. Seit ihrer Einführung vor fünf Jahren wurden weltweit bislang über 80 Stück an namhafte Automobilhersteller und Zulieferer verkauft; unter anderem an Volkswagen in Hannover, wo die Karosserieteile des Porsche Panamera gepresst werden. Weitere Crossbar-Roboter gingen neben Deutschland in die USA sowie nach Schweden, Brasilien, Indien und China.

Quantensprung in der Produktivität
Wie auch sein Vorgänger basiert der neue Crossbar-Roboter auf einem praxiserprobten sechsachsigen Standard-Roboter, den die Ingenieure von Schuler Automation um ein weiteres Gelenk ergänzt haben: dem Crossbar und dem daran befestigten Tooling, das wiederum das Blechteil aufnimmt. „Zusammen bilden sie sozusagen die Hand des Roboter-Arms“, erklärt Entwicklungsleiter Reiner Dörner.

Die hängende Fahrbahn mitgerechnet, erhöht sich die Zahl der Achsen von sechs auf acht – und damit auch der Bewegungsspielraum. Das ist vor allem beim Transport von großen Teilen wie etwa dem typischen Porsche-Kotflügel ein echter Vorteil. Die maximale Traglast beträgt 90 Kilogramm, nach Abzug des Toolings bleibt ein Höchstgewicht für die Teile von 50 bis 60 Kilogramm.

Für viele ältere Pressenlinien kann eine Nachrüstung mit Crossbar-Robotern zu einem echten Sprung in der Produktivität führen: Oft werden hier noch die Teile zwischen zwei Pressen von einem Feeder entladen, vorübergehend abgelegt und von einem anderen Feeder in die nächste Stufe geladen. Die Crossbar-Roboter von Schuler transportieren die Teile auf direktem Wege und ersetzen dadurch jeweils zwei Geräte einschließlich Tooling plus Ablagestation. „Durch die hängende Fahrbahn ist ein Abstand der Pressen von zehn Metern kein Problem“, fasst Reiner Dörner zusammen, „und der Zwischenraum bleibt für Wartungsarbeiten frei zugänglich.“

Datum:
17.09.2012
Unternehmen:
Bilder:

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