23. APRIL 2018

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Rohrbearbeitungsmaschine 4.0


Stefanie Flaeper, Geschäftsführerin von Transfluid, worauf es bei Maschinen und Anlagen für die Rohrbearbeitung in Zukunft ankommt.

Wie sehen die Trends der Rohrumformung und Biegetechnik aus?
Es ist noch mehr als bisher eine hohe Flexibilisierung für die Bearbeitung von Rohren gefragt. Denn in Zukunft wird es nicht nur große Serien geben. Die Fertigung muss sich dem anpassen. Das kann auch auf die Entwicklung der Biegetechnik übertragen werden. Die Nachfrage nach einer dynamischen Fertigung kompletter Bausätze verschiedener Geometrien und Durchmessern wird steigen.

Wie kommt die softwaregesteuerte Ablaufoptimierung für die Industrie 4.0 an?
Die Anbindung ist in unterschiedlichsten Bereichen gefragt. Doch nicht alle Kunden wünschen eine Komplettvernetzung – insbesondere, was die Datensicherung angeht. Wir sind bei Transfluid entsprechend aufgestellt und in der Lage, die passende An- und Einbindungen umzusetzen. Die Steuerungsanpassungen wurden bereits über neue Steuerungssysteme realisiert.

In welchen Bereichen sorgt die Robotik für schnellere Prozesse?
Der Roboter ist sicher nicht die schnellste Lösung der Automation. Hier bieten wir leistungsstarke Linearhandlingsysteme an. Aber der Roboter kann flexibel bei unterschiedlichen Bauteilen eingesetzt werden. Geht es um das Handling gebogener Teile in weitere Bearbeitungsgänge, ist deshalb der Roboter die wirtschaftlichste Lösung. Außerdem ist bei uns der Roboter manchmal auch die Biegemaschine und damit hervorragend für die Umsetzung komplexer Geometrien einsetzbar. Als Roboterbieger ist er eine effiziente Lösung zur Bearbeitung langer Rohre mit kleinen Rohrdurchmessern. Dabei kann er natürlich auch Handling-Aufgaben mit übernehmen. Die Programmierung erfolgt nach Koordinaten, CAD Daten können importiert werden.

Wie sinnvoll ist die Überarbeitung alter Rohrbearbeitungsmaschinen, um sie 4.0-fähig zu machen?
Alte Biegemaschinen können grundsätzlich nur umgerüstet werden, wenn sie neue Steuerungskomponenten haben und diese die Verknüpfung und Kontrolle von Prozessen zulassen. Das ist eine Grundvoraussetzung. Eine Umrüstung alter Anlagen auf diesen Steuerungsstand kann man zwiespältig sehen; es kommt durchaus auf den Einzelfall an. Führt eine ältere Anlage nur eine rudimentäre Aufgabe aus, reicht unter Umständen das Upgrade. Aber neue Anlagen ermöglichen schnellere, bessere und wirtschaftlichere Prozesse. Und das wesentlich nachhaltiger.

Worauf kommt bei einem nachhaltigen Maschineneinsatz an?
Wichtig ist natürlich, dass der Service einfach durchführbar ist, Stillstandzeiten vermieden werden und dass eine Ersatzteilbevorratung beim Kunden oder Hersteller vorhanden ist. Die Serviceintervalle müssen erfasst, angezeigt und quittiert werden. Durch präventive Serviceeinsätze, zum Beispiel über Wartungsverträge, und durch prädiktive Wartung kann die Lebensdauer und Prozessfähigkeit von Anlagen verbessert werden. Gerade die prädiktive Wartung wird immer interessanter, um langfristig eine gesicherte Produktion und eine lange Lebensdauer der Maschinen zu gewähren.

Datum:
13.04.2018
Unternehmen:
Bilder:
Transfluid

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