30. JULI 2016

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CO2: Verband kritisiert Politik


Die Wirtschaftsvereinigung Stahl appelliert an die EU-Kommission, die im Bericht zum Kohlenstoffmarkt enthaltenen Pläne zu einer zusätzlichen Verknappung von CO2-Zertifikaten fallenzulassen. Von Appellen des Verbandes an seine Mitglieder, ressourcenschonende Verfahren einzusetzen, wurde nichts bekannt.

„Gerade vor dem schwierigen konjunkturellen Hintergrund ist es völlig kontraproduktiv, Preise für CO2-Emissionen und damit für Strom in die Höhe zu treiben“, kritisiert Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl in Düsseldorf. Dies schädige die Wettbewerbsfähigkeit der Stahlerzeuger gegenüber ihren außereuropäischen Konkurrenten, die keinen Emissionshandel haben. „Während jedoch der Emissionshandel in der Luftfahrtbranche aus diesem Grund ausgesetzt wird, macht man ihn für die energieintensiven Industrien erst recht teuer. Das läuft vollkommen gegen die Initiative des Industriekommissars Antonio Tajani, die Rahmenbedingungen für die Industrie zu verbessern.“

Ab 2013 werde die Zuteilung ohnehin erheblich gekürzt, so dass dann mit einem deutlichen Anstieg des Zertifikatspreises zu rechnen sei, erinnert Kerkhoff. Deshalb dürfe der deutsche Bundesumweltminister diesen Plänen nicht zustimmen, so der Verbandspräsident. Einerseits wolle die Regierung die Kosten der Energiewende in den Griff bekommen, andererseits bewirke sie Stromkostensteigerungen durch die Verknappung der CO2-Zertifikate. „Das ist keine Energiepolitik aus einem Guss“, bemängelt der Verbandspräsident.

Welchen Beitrag zum Klimaschutz die Stahlindustrie leisten sollte und könnte, sagte Kerkhoff nicht.

Datum:
05.12.2012
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