27. JUNI 2016

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Auf Erfolgskurs


Der Schuler-Konzern hat Umsatz und Ertrag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011/12 dank eines starken dritten Quartals gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33,2 Prozent auf 877,8 Millionen Euro. Allein im dritten Quartal übertraf Schuler mit 297,0 Mio. Euro Umsatz den hohen Vorjahreswert um 16,2 Prozent. Umsatzstärkste Regionen waren wie in den Vorquartalen Asien und Deutschland.

Erwartungsgemäß blieb der Auftragseingang aufgrund des ungewöhnlich starken, von einem Investitionsstau geprägten Vorjahres leicht zurück. Mit 1.046,3 Millionen Euro lagen die Bestellungen in den ersten neun Monaten um 6,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Auftragsbestand fiel hingegen mit 1.204,2 Millionen Euro zum 30. Juni 2012 um 16,3 Prozent höher aus als zum Geschäftsjahresende am 30. September 2011.

Der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich nach neun Monaten um 45,6 Prozent auf 83,6 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge erreichte 9,5 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 67,3 Prozent auf 67,6 Millionen Euro. Aufgrund von Zinseinsparungen durch den 2011 zu günstigeren Konditionen abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag fielen die Steigerungen beim Nettogewinn noch höher aus. Dieser hat sich nahezu verdreifacht. Das Konzernergebnis beträgt 34,1 Millionen Euro nach 12,3 Millionen Euro im Vorjahr.

„Die insgesamt gute Ergebnisentwicklung resultierte nicht nur aus höheren Umsatzerlösen sondern auch aus unserem Unternehmensprogramm für nachhaltiges, ertragreiches Wachstum. Dieses haben wir in den vergangenen 18 Monaten gruppenweit konsequent und mit viel Erfolg umgesetzt“, kommentiert der Schuler-Vorstandsvorsitzende Stefan Klebert die Quartalszahlen.

Aufgrund des guten Konzernergebnisses und trotz einer um 3,0 Prozent höheren Bilanzsumme nahm die Eigenkapitalquote gegenüber dem Bilanzstichtag am 30. September 2011 von 23,0 auf 25,9 Prozent zu. Die Nettoliquidität des Konzerns erhöhte sich leicht auf 139,1 Millionen Euro (30. September 2011: 137,8 Millionen Euro).

Neuer Großaktionär, unveränderte Geschäftsstrategie
Das dritte Quartal 2011/12 ist zugleich ein Meilenstein in der 173-jährigen Unternehmensgeschichte. Die Gründerfamilie Schuler-Voith verkaufte ihr Aktienpaket – einen Anteil von 38,5 % – Ende Mai 2012 an den österreichischen Technologiekonzern Andritz. Dieser hat den übrigen Aktionären ein freiwilliges Übernahmeangebot in Höhe von 20,00 Euro pro Aktie gemacht. Vorstand und Aufsichtsrat erklärten am 12. Juli 2012 in einer gemeinsamen Stellungnahme einstimmig, dass sie den Angebotspreis für finanziell angemessen halten und den Aktionären die Annahme dieses Angebots empfehlen.

Am 13. August 2012 lief die Annahmefrist des Übernahmeangebots der Andritz-Gruppe für Aktien der Schuler AG aus. Bis zu diesem Stichtag wurde das Übernahmeangebot für insgesamt 3.095.693 Schuler-Aktien angenommen. Dies entspricht einem Anteil von rund 10,43 Prozent des Grundkapitals. Die weitere Annahmefrist, die am 17. August 2012 begann, endet mit Ablauf des 30. August 2012. Andritz hat zwischenzeitlich zudem 24,99 Prozent der von Schuler ausgegebenen Aktien erworben. Insgesamt hat Andritz damit Zugriff auf etwa 73,93 Prozent der Aktien, wobei die 38,5 Prozent aus dem Erwerb von Schuler-Voith und die 10,43 Prozent aus dem Übernahmeangebot unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe stehen. Das Unternehmen aus Graz ist damit größter Aktionär der Schuler AG.

„Wir sehen uns durch das Interesse von Andritz an Schuler in unserer Geschäftsstrategie bestätigt und werden diese entsprechend fortführen. Schuler ist sehr erfolgreich unterwegs, und wir wollen unsere Marktposition weiter ausbauen“, so Klebert. Der Göppinger Maschinenbauer hält an den Prognosen für das Geschäftsjahr 2011/12 fest.

Demnach plant der weltgrößte Pressenhersteller unverändert, den Konzernumsatz 2011/12 auf rund 1,2 Milliarden Euro zu steigern. Beim operativen Ergebnis rechnet der Konzern im laufenden Geschäftsjahr mit einer Ebitda-Marge von rund 9,5 Prozent vom Umsatz.

Für 2011/12 erwartet Schuler einen Auftragseingang von rund 1,3 Milliarden Euro. Diese Größenordnung würde dem Rekordwert des Vorjahres entsprechen. Ob dies auch im nächsten Geschäftsjahr gelingt, bleibt angesichts der weltwirtschaftlichen Risiken und der konjunkturellen Eintrübung offen. „Ein Gradmesser wird unsere Leitmesse EuroBLECH Ende Oktober 2012 in Hannover sein. Dort werden wir viele Neuentwicklungen zeigen, mit denen wir unseren Innovationsvorsprung und unsere führende Position im Weltmarkt unterstreichen“, meint Klebert abschließend.

Datum:
20.09.2012
Unternehmen:

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