01. JULI 2016

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Neues Magnesium-Bündnis


Der Projektstart für den innovativen regionalen Wachstumskern TeMaKplus ist vollzogen. Insgesamt investieren die beteiligten Partner sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung in den kommenden drei Jahren mehr als 7,5 Mio. Euro in die Entwicklung neuer Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien für Magnesium-Leichtbauwerkstoffe.

Ziel des Bündnisses ist die Erschließung weiterer Anwendungsgebiete für die Verwendung von umformbarem Magnesiumblech und -band. Neben einer verstärkten Anwendung von Magnesium im Fahrzeugbau werden unter anderem Magnesium-Bauteile für den Einsatz in der Luft- und Raumfahrt, Magnesium-Reflektoren sowie eine ultraleichte Unterwasserlampe mit Magnesiumgehäuse entwickelt.

Dazu werden neue Verfahren zur Erzeugung, Bearbeitung und Beschichtung von Bauteilen sowie neue Fügetechniken entwickelt. Gemeinsam mit weiteren Partnern planen die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen, Magnesium als vielseitig verwendbaren Leichtbauwerkstoff zu etablieren und dessen industrielle Nutzung deutlich auszubauen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt deshalb in der Entwicklung von seriengeeigneten und kostengünstigen Verarbeitungsprozessen, die einen wirtschaftlichen Einsatz von Magnesium in Massenanwendungen ermöglichen.

Magnesium bietet als leichtester metallischer Konstruktionswerkstoff exzellente Voraussetzungen für den industriellen Leichtbau. Gegenüber Stahl lassen sich bis zu 75 %, gegenüber Aluminium bis zu 35 % Gewicht einsparen, während ansonsten alle vorteilhaften Eigenschaften metallischer Werkstoffe (gute Umformbarkeit, Schweißbarkeit, gute Wärmeleitfähigkeit, elektromagnetische Abschirmung, Wiederverwertbarkeit) weiterhin genutzt werden können.

Auch gegenüber anderen modernen Leichtbauwerkstoffen wie CFK und GFK stellt Magnesium eine attraktive und zudem kostengünstigere Alternative dar. Mitglieder des Bündnisses TeMaKplus sind bisher elf Unternehmen und zwei Forschungseinrichtungen aus Sachsen und Thüringen:

• ThyssenKrupp Magnesium Flachprodukte GmbH, Freiberg
• KWD Karosseriewerke Dresden GmbH, Radeberg
• Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, Chemnitz
• TU Bergakademie Freiberg, Institut für Metallformung, Freiberg
• IRE Industrial Research & Engineering, Dresden
• Hirschvogel Aluminium GmbH, Marksuhl
• Otec Jordan GmbH & Co. KG, Olbernhau
• Benseler Beschichtungen Sachsen GmbH & Co. KG, Frankenberg
• Kowalski Unterwasserlampen GmbH, Berlin
• EMA TEC GmbH, Sondershausen
• Aweba Werkzeugbau GmbH, Aue
• Altran GmbH & Co. KG, Flöha
• Siebenwurst Werkzeugbau GmbH, Zwickau

Zusätzlich unterstützt wird das Bündnis durch die BMW M GmbH, die dem Bündnis als assoziiertes Mitglied angehört.

Datum:
09.02.2012
Unternehmen:

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