01. JUNI 2016

zurück

kommentieren drucken  

Innovationstreiber Energieeffizienz


Die Forderung nach Energieeffizienz und die Suche nach alternativen Energiequellen und Antrieben gehören derzeit zu den wesentlichen Innovationstreibern für die Industrie. Schuler präsentiert eine neue Pressengeneration für die Elektroblechfertigung.

Den politischen Rahmen für diese Innovationstreiber haben die europäischen Staaten unter anderem mit der Verpflichtung geschaffen, ihren Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu verringern. Als Folge der so genannten Ökodesign-Richtlinie setzte die EU eine Reihe von Verordnungen in Kraft, in denen Vorgaben für bestimmte Produktgruppen verbindlich geregelt sind. So dürfen etwa Hersteller von Motoren ab Juni 2011 nur noch hocheffiziente Asynchron-Drehstrommotoren im Leistungsbereich zwischen 0,75 Kilowatt (kW) bis 375 kW anbieten.

Diese Vorgaben wirken sich unmittelbar auf die Produktion von Elektroblechen aus. Mit einer neuen Generation von Schnellläuferpressen präsentiert Schuler jetzt Anlagen zur Elektroblechfertigung, die optimal auf diese veränderten Anforderungen zugeschnitten sind. Die neuen Smartline-Pressen versprechen höchste Produktivität und Bauteilqualität bei deutlich vergrößerter Werkzeugaufspannung sowie einen deutlich geringeren Werkzeugverschleiß.

Folgt man den Argumenten von Hans Dieter Jung, Bereichsleiter des Marktsegments Drives&Generators von Schuler Pressen, sehen sich Hersteller aktuell vor allem drei Herausforderungen gegenüber: „Mit Blick auf die zu verarbeitenden Materialstärken ist klar, dass der Anteil an dünneren Blechen zunehmen wird, weil dadurch unter anderem die Ummagnetisierungsverluste sinken“, erklärt Jung. „Das wiederum trägt wesentlich dazu bei, dass Motorenhersteller die gesetzlichen Vorgaben für die Energieeffizienz ihrer Produkte erreichen. In Zukunft werden die Anforderungen an die Größe der Werkzeugaufspannung weiter steigen, denn moderne Elektromotoren basieren auf immer komplexeren Geometrien. Und schließlich wird der Kostendruck hoch bleiben, weil der internationale Wettbewerb weiter anzieht. Als Maschinenbauer müssen wir uns mit diesen Veränderungen auseinander setzen und überzeugende Lösungen liefern, die unseren Kunden helfen, sich im Wettbewerb zu behaupten“, so Jung.

Effiziente Elektroblechfertigung
Die Antwort des Maschinen- und Anlagenbauers Schuler auf die veränderten Anforderungen bei der Elektroblechfertigung heißt Smartline. Unter diesem Namen werden die Göppinger im Juli erstmals ihre neueste Generation von Schnellläuferpressen vorstellen.

„Bei der Neuentwicklung standen zwei Aspekte für uns im Vordergrund, die im Grunde für alle Maschinenbauer gelten: Bauteilqualität und Produktivität“, beschreibt Jung die Anforderungen. „Das Besondere ist, dass es uns gelungen ist, beide Aspekte optimal zu verbinden.“ Was das konkret bedeutet, zeigt ein Blick auf die Leistungsdaten, die Schuler für die Smartline-Baureihe verspricht. Eine zwischen 10 und 30 Prozent höhere Ausbringung soll die neue Anlage erreichen und das bei deutlich größeren Aufspannflächen mit Tischlängen bis zu 3.300 Millimeter. Diese Aufspannflächen ermöglichen erst den Einsatz entsprechend groß dimensionierter Folgewerkzeuge, so dass auf den Anlagen Elektrobleche mit komplexeren Geometrien gefertigt werden können.

Größe und Hubzahlen sind jedoch nur ein Teil der Geschichte, wie Jung erklärt: „Die eigentliche Intelligenz – und damit der Schlüssel zur Effizienzsteigerung – der Smartline liegt in der Verbindung von Mechanik und Steuerung. Dadurch haben wir auch eine wesentliche Anforderung der Anwender gelöst, denn wir haben einen Weg gefunden, um den Werkzeugverschleiß signifikant zu reduzieren.“

Intelligente Steuerung
Die Standzeit der Werkzeuge wirkt sich unmittelbar auf die Profitabilität aus. Ein besonderer Benefit der Neuentwicklung ist die patentierte Eintauchtiefenregelung der Anlagen. Diese regelt die Eintauchtiefe des Stößels auf 1/100 Millimeter genau. Das neue Verfahren ermöglicht das Stanzpaketieren von extrem dünnen Blechen sowie eine Werkzeug schonende Bearbeitung. Für höchste Präzision sorgen der gewohnt steife Pressenkörper, der als mehrteilige Gusskonstruktion ausgeführt ist, sowie die vielfach bewährte spielfreie Säulenführung des Stößels. Zudem können Anwender durch eine in die Pressensteuerung integrierte Stanzpaketiersteuerung die Produktionsgeschwindigkeiten erhöhen. Möglich wird dies durch ein neues Antriebskonzept für die Verdrehmatrizen.

Datum:
01.07.2011
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Themenvorschau bbr (PDF)

bbr Bänder Bleche Rohre - Themenvorschau

 

bbr Sonderhefte und Supplements