26. JULI 2016

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Fahrzeugleichtbau mit Stahl


Über 90 Referenten und mehr als 360 internationale Besucher trafen sich zur internationalen Konferenz Steels in Cars and Trucks 2011 (SCT) im Salzburger Kongresszentrum. Fahrzeugleichtbau ist die große Herausforderung der heutigen Zeit. Deshalb standen neue Entwicklungen und Anwendungen von Stahl zu diesem Thema im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Den erstmals in Österreich stattfindenden Kongress richtete das Düsseldorfer Stahlinstitut VDEh in Kooperation mit der in Leoben ansässigen The Austrian Society for Metallurgy and Materials (ASMET) aus. Stahl ist nach wie vor der wichtigste Werkstoff für den Automobilbau. Durchschnittlich besteht ein PKW zu 60 Prozent aus Stahl. Heute werden für den Leichtbau vor allem moderne hoch-, höher- und höchstfeste Stähle eingesetzt, deren Verwendung neues Design, höchste Crashsicherheit und niedriges Fahrzeuggewicht ermöglicht. Wenn es zudem darum geht, leistungsfähige Bauteile und Systeme zu vergleichsweise niedrigen Kosten zu verwirklichen, führt am Werkstoff Stahl kein Weg vorbei. Auch ökologisch punktet Stahl. Nach einer langen Nutzungszeit lässt sich der Werkstoff immer wieder und ohne Qualitätsverlust vollständig recyceln.

„Future trends in steel development, processing technologies and applications“, war das Motto der SCT 2011. Themen wie das Crashverhalten von Bauteilen aus modernsten Stählen, neue Fügetechnologien sowie Ergebnisse der aktuellen Werkstoffforschung wurden diskutiert. Die Vorträge beschäftigten sich unter anderen mit den spezifischen Eigenschaften von innovativen Stählen für Motorenbauteile, Antriebstrang und Karosserie. Neue Umformmethoden und Simulationsverfahren, wie sie bei der Herstellung leichter Fahrzeuge eingesetzt werden, wurden ebenfalls betrachtet.
Namhafte Fachleute aus 22 Staaten, neben Deutschland und Österreich auch aus China, Frankreich, Großbritannien, Japan, Korea, Schweden, Spanien, USA und Benelux, präsentierten ihre Erfahrungen in mehr als 90 Vorträgen.

„Die ersten beiden SCTs in den Jahren 2005 und 2008 waren ein voller Erfolg. Die diesjährige Veranstaltung steht ihnen nicht nach. Das große Engagement der Hauptsponsoren ArcelorMittal und voestalpine Stahl, die Einreichung von über 140 Vortragsvorschlägen nach dem Call for Papers zeigen die hohe Aktualität des Stahleinsatzes im Fahrzeugbau“, so Dr. Peter Dahlmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Stahlinstitut VDEh. „Wir bringen Stahl- und Automobilhersteller sowie deren Zulieferer an einen Tisch. Das gemeinsame Ziel, mit innovativen Stahlprodukten die Fahrzeuge von morgen, ob konventionell oder elektrisch betriebenen, sicherer, kostengünstiger und umweltverträglicher zu gestalten, unterstützen wir mit der SCT,“ so der Stahlexperte zum Ziel der Veranstaltung.
Interessante Betriebsbesichtigungen rundeten das Programm ab. So besuchten die Teilnehmer das Stahlunternehmen voestalpine Stahl in Linz, das LKW-Werk von MAN in München, die Gesenkschmiede Hirschvogel Umformtechnik in Denklingen und das Stahlwerk Annahütte in Hammerau in der Nähe von Salzburg.

Datum:
17.06.2011
Unternehmen:

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