20. JANUAR 2018

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Effizienz in einer neuen Dimension


Mit einer neuen Servopresse setzt Schuler die MSP-Baureihe fort: Nach den 1.000 und 2.000 Kilonewton starken Stanzautomaten bietet das Unternehmen jetzt eine Maschine mit 4.000 Kilonewton Presskraft an. Die erste Presse vom Typ MSP 400 geht an einen Kunden aus der Zulieferindustrie.

„Mit der MSP 400 beweisen wir, dass eine wirtschaftliche Fertigung gestanzter und umgeformter Teile zu einem niedrigen Anschaffungspreis möglich ist“, erklärt Schuler-Geschäftsführer Markus Bieg. „Die neue Pressengeneration richtet sich an Kunden, die Wert auf ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis legen, ohne auf die flexible Servo-Direkt-Technik und eine einfache Bedienung zu verzichten.“

Antriebsstränge mechanisch entkoppelt
Wie bei der Twin-Servo-Technik werden in der MSP 400 zwei ausschließlich elektronisch synchronisierte Antriebsstränge in gegenüberliegender Anordnung eingesetzt. Sie bestehen aus einem Servomotor, einem Bremsmodul und einer Exzenterwelle mit Pleuel, Kniegelenk und Stößel. Dadurch ergeben sich ähnliche Vorteile wie bei der Twin-Servo-Technik: Die weit außen liegenden Druckpunkte verbessern die Kippsteifigkeit und erlauben eine größere außermittige Belastung.

Im Pendelhubbetrieb lässt sich im Vergleich zu konventionell angetriebenen Pressen die Ausbringungsleistung steigern. Die Hubhöhe ist zwischen 60 und 300 Millimetern individuell einstellbar. Die Aufspannfläche von Tisch und Stößel beträgt dabei 2.500 auf 1.200 Millimeter. Der Stößel ist – wie auch der einteilige Pressenkörper – in einer spannungsarm geglühten Stahl-Schweißkonstruktion ausgeführt.

Gängige Bewegungsabläufe hinterlegt
Fünf vorprogrammierte Stößelbewegungskurven zum Umformen, Schneiden, Prägen, Biegen und Ziehen lassen sich über den Touchscreen auswählen. Durch die individuelle Anpassung der Bewegungsabläufe an die Prozessparameter erhöhen sich sowohl die Präzision der Bauteile als auch die Werkzeugstandzeiten. Der optionale Optimizer-Pro erlaubt eine komplett freie Programmierung der Stößelkinematik.

Die MSP 400 kann zusätzlich mit dem Smart Assist von Schuler ausgestattet werden, der den Pressenbediener beim Einrichten unterstützt. Dabei führt der elektronische Assistent mithilfe von Videos und Grafiken schrittweise durch den Vorgang, optimiert die Bewegungskurven von Stößel und Transfer vollautomatisch und überträgt die Daten an das System. Der Smart Assist ist Bestandteil des Smart-Press-Shop, in dem Schuler Lösungen zur Digitalisierung und Vernetzung der Umformtechnik sammelt.

Elektronische Überlastsicherung beugt Schäden vor
Sollte es dennoch zu einer Fehlbedienung kommen, verhindert die elektronische Überlastsicherung Schlimmeres: Sie registriert ein Überschreiten der Presskraft und ändert innerhalb von Millisekunden das Drehmoment des Hauptantriebs in die entgegengesetzte Richtung, um ein Verspannen der Presse zu verhindern. Die elektronische Überlastsicherung hilft dadurch, Stillstandzeiten zu reduzieren. Die erneute Inbetriebnahme ist dann nur nach einer Quittierung am Bedienpult möglich.

Der direkte und wartungsarme Antrieb über Torquemotoren ohne Zahnradgetriebe sorgt darüber hinaus für eine hohe Verfügbarkeit und Prozesssicherheit. Im Zusammenspiel mit dem reduzierten Massenträgheitsmoment verbessert sich dadurch auch die Energieeffizienz. Die Wartung orientiert sich am Zustand der Maschine, der sich per Smartphone oder Tablet rund um die Uhr überwachen lässt.

Datum:
18.12.2017
Unternehmen:
Bilder:
Schuler
Schuler

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