11. DEZEMBER 2016

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Optimierte Schleifbrandprüfung


Um die Wirksamkeit der Schleifbrandprüfung mittels Nitalätzung sicherzustellen, muss das Ätzbad regelmäßig kontrolliert werden. Als Vergleichskörpern werden meist fehlerhafte Teile aus der Fertigung eingesetzt. Diese können allerdings nicht beliebig oft verwendet werden, da sich durch den Ätzvorgang und die anschließende Reinigung die Eigenschaften ändern. Deshalb hat IMQ-Ingenieurbetrieb für Materialprüfung, Qualitätssicherung und Schweißtechnik jetzt Vergleichskörper mit künstlicher Inhomogenität entwickelt, die sich zuverlässig reproduzieren lassen.

Das Test-Set besteht aus einem Satz identischer Vergleichskörper. In die 50 mal 20 mal 10 Millimeter großen Quader aus einsatzgehärtetem Stahl (58 HRC) sind mittels Laserstrahlung zehn definiert abgestufte Anlass- oder Neuhärtezonen eingebracht. Diese weisen nahezu die gleichen Änderungen hinsichtlich Eigenspannung und Härte auf wie Schleifbrand, der bei der Bearbeitung von gehärtetem Stahl entstehen kann.

Nach der Nitalätzung sind bereits leichte Tendenzen anhand des Grautons erkennbar. Die Qualität der auf dem Vergleichskörper erzeugten Gefügeänderungen überprüft IMQ mit Hilfe eines bildgebenden Referenzverfahrens. Dadurch wird die Reproduzierbarkeit der Marken gewährleistet.

Unnötige Chemikalienwechsel vermeiden
Um die korrekte Durchführung der Nitalätzung – also einzelne Arbeitsschritte, Ätzzeiten sowie die Temperatur zu kontrollieren wird zunächst unter Idealbedingungen ein Master hergestellt, der konserviert und aufbewahrt wird. Zur Überprüfung der realen Bedingungen wird ein weiterer Vergleichskörper der Nitalätzung unterzogen und mit dem Ätzbild des Masters verglichen. Die Abweichung gibt Aufschluss über den Zustand des Ätzbades und eine möglicherweise fehlerhafte Durchführung der Ätzung.

Durch diese Überprüfung lassen sich vorzeitige Ätzbadwechsel vermeiden, da die verwendeten Chemikalien nicht mehr fristgerecht, sondern nach Bedarf ersetzt werden. Wenn etwa ein Bad, das bisher alle sechs Wochen ausgetauscht wurde, jeweils eine Woche länger verwendet werden kann, entsteht ein großes Einsparungspotential. Dadurch werden nicht nur die Ressourcen, sondern auch die Umwelt geschont.

Deutlich weniger fehleranfällig
Die einheitlichen Metallquader des Test-Sets sind unabhängig von der Fertigung und der Art des Bauteils einsetzbar. Das hat den Vorteil, dass das Ergebnis der Ätzung anschaulich demonstriert werden kann und sich Lieferanten besser miteinander vergleichen lassen. Darüber hinaus lassen sich die Vergleichskörper im Rahmen von Schulungen oder Ringversuchen einsetzen.

Um Fehlereinflüsse durch den Ätzprozess oder die visuelle Bewertung durch einen Prüfer weiter minimieren zu können, arbeitet der Ingenieurbetrieb derzeit an einem Gerät zur automatisierten Auswertung des Ätzbildes.

Datum:
09.02.2016
Unternehmen:
Bilder:
Imq
Imq

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