02. JULI 2016

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Viel Neues aus Bayreuth


Halle 27/Stand D23, hier wird das Traditionsunternehmen Burkhardt die neue Generation seiner Servo-Stanzautomaten der STA-Baureihe, ein Coil-Wechsel- und -verarbeitungssystem sowie eine Feinrichtmaschine präsentieren.

Die Forderung nach noch mehr Flexibilität bei optimierter Teileausbringung, verbunden mit der Schonung von Energieressourcen, beschäftigt in allen Branchen die Betreiber von Maschinen. Für die Umformtechnik hat Burkhardt hierauf schon vor Jahren reagiert und zur Euroblech 2004 in Hannover mit der ersten Servopresse in Deutschland einen Maßstab gesetzt. Das patentierte System besteht aus einem Kompaktantrieb, der – ergänzt mit einem Servoantrieb – gemäß entsprechendem Bedarf frei programmierbar die Modifizierung der Stößelgeschwindigkeit übernimmt. Das damals auf den Markt gebrachte Konzept ist dank seines niedrigen Energiebedarfs und flexiblen Drehzahlspektrums noch heute aktuell.

Direktantrieb von Siemens
Zwischenzeitlich wurde im Hause Burkhardt weiter entwickelt und es steht seit geraumer Zeit eine Alternative zum bisherigen Konzept zur Verfügung. Nachdem in- und ausländische Hersteller nun leistungsstarke Servomotoren liefern können, ist es jetzt auch möglich, den Servoantrieb direkt auf die Arbeitswelle wirken zu lassen. Bei dieser Variante werden das bisher eingesetzte Schwungrad und die hydraulische Kupplungs-Brems-Kombination eliminiert. Die Flexibilität hinsichtlich der Modifizierung der Stößelgeschwindigkeit bleibt erhalten, die Hublängen sind frei gestaltbar. Burkhardt projektiert seine Stanzautomaten – je nach Arbeitsaufgabe des Betreibers – wahlweise mit einer herkömmlichen Hubverstellung oder mit Festhub für Pendelbetrieb.

Gebremster Energiehunger
Die zweite Generation der Servotechnik bietet nun ganz andere Ansätze und Perspektiven bei der Werkzeugauslegung. Die nachweislich schon jetzt erzielten höheren Werkzeugstandzeiten wie auch die erzielte Qualitätsverbesserung der Teile setzen Investitionskosten und Amortisation in ein neues Licht. Für eine optimale Energiebilanz wird an einem entsprechenden Energiemanagementsystem gearbeitet. Dieses wird dafür sorgen, dass eine Optimierung zwischen benötigter Arbeitsenergie, Rückspeisung und damit verbundener Pufferung erfolgt. Gegenwärtig kann behauptet werden, dass beim Energiebedarf nur unwesentliche Unterschiede zu herkömmlichen Stanzautomaten zu verzeichnen sind. Gemessen an der Arbeitsaufgabe wird ein Bedarfsausgleich zwischen Arbeitshub und Leerhub vorgenommen. Weitere Vorteile des Servoantriebs liegen in der optimalen Anpassung von Material- und Teiletransport. Der möglich gewordene Pendelhub erlaubt den Stillstand des Stößels an jeder Position. Darüber hinaus ist die Stößelbewegung reversibel, was bislang bei Stanzautomaten mit Standardantrieb nicht realisiert werden konnte.

Leiser stanzen
Neben der Optimierung der Arbeitsprozesse sind auch Nebeneffekte zu bewerten. Burkhardt verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf die Lärmreduktion, die sich bei den mit Servoantrieb ausgestatteten Gesamtanlagen ergibt. Das Maschinenbauunternehmen deckt gegenwärtig mit seinen Servopressen den Nennkraftbereich 630 bis 8.000 kN ab. Die beiden verfügbaren Servoantriebsvarianten sind in nahezu allen Nennkraftgrößen umgesetzt und im Markt eingeführt. Im Geschäftsjahr 2007/2008 konnte diese Technik vorrangig im Großpressenbereich für die Automobilzulieferindustrie eingesetzt und verkauft werden.

Ausgabe:
bbr 10/2008
Unternehmen:
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