31. JULI 2016

zurück

kommentieren drucken  

Perfektes Finish


Mit dem Flow-Finisher hat Rösler eine einzigartige Gleitschliffanlage entwickelt, die sich durch hohe Leistung, maximale Flexibilität, minimalen Platzbedarf und einfache Automatisierbarkeit auszeichnet.

Immer kürzere Produktlebenszyklen und zunehmende Variantenvielfalt bei steigendem Kostendruck erfordern auch beim Gleitschleifen innovative Lösungen. Eine solche ist der neue, zum Patent angemeldete Flow-Finisher von Rösler. Er kann für das Entgraten, Schleifen, Verrunden, Polieren, Reinigen und Entfetten von kleinen und flächigen bis hin zu größeren Werkstücken jeder Geometrie und aller Materialien eingesetzt werden. Deformationsempfindliche Werkstücke lassen sich mit dieser Anlagentechnik ebenfalls gut bearbeiten. Bei dieser Universal-Gleitschliffanlage werden Teile und Schleifkörper durch ein stabiles Band im Arbeitsbereich kontinuierlich umgewälzt. Die Anpassung auf die Bearbeitung unterschiedlicher Teile erfolgt nur durch die Regulierung der Bandgeschwindigkeit sowie durch die Bestückung mit den jeweils ausgewählten Schleifkörpern. Dabei ermöglicht die variabel einstellbare Bandgeschwindigkeit sowohl eine sehr intensive als auch eine extrem schonende Bearbeitung der Teile. Außerdem lassen sich durch die fließende Bewegung auch Werkstücke gleitschleifen, die aufgrund ihrer Empfindlichkeit in diesem Verfahren bisher nicht bearbeitet werden konnten. Einen Beitrag dazu leisten auch mitlaufende Fächerteiler. Diese teilen den Arbeitsraum in Einzelkammern auf, sodass sich hochempfindliche Werkstücke nicht gegenseitig berühren. Ein weiterer Vorteil der neuen Anlage ist die Möglichkeit, Schleifkörper einfach und schnell zu wechseln. Durch Umkehr der Bearbeitungsrichtung werden Teile und Verfahrensmittel auf eine Separierstation abgegeben und dort zuverlässig getrennt. So wird eine Vermischung unterschiedlicher Teilechargen vermieden. Die Unterkornaussiebung entfernt gleichzeitig zu klein gewordene Schleifkörper automatisch aus dem Prozess. Der Arbeitsraum ist komplett einsehbar und Teilevermischungen sind ausgeschlossen. Da vom Flow-Finisher keine Vibrationen oder Schwingungen ausgehen, kann er auch direkt neben empfindlichen Bearbeitungsmaschinen aufgestellt und für eine automatische Werkstückeingabe mit diesen verkettet werden. Eine Verknüpfung mit Nachbehandlungsanlagen wie Trocknern ist ebenfalls möglich.

Automatisierung
Auch in Sachen Automatisierung bietet Rösler hochwertige Anlagen. Für die Oberflächenbehandlung inklusive des Entgratens präsentiert das Unternehmen auf der AMB in Stuttgart (Halle 6, Stand E32) eine spezielle Anlage. Das Entgraten von beispielsweise Gusswerkstücken mittlerer Größe sowohl im Außenbereich als auch im Werkstückinneren (z.?B. Kühlkanäle) wird hier mithilfe von zwei Robotern vollautomatisch durchgeführt. Die Bearbeitungszelle, die entweder komplett durch einen Schutzzaun oder eine Schalldämmkabine eingehaust ist, wird durch das Werkstücktransportsystem (Rollenbahn, Transportband etc.) durchquert. Das eigentliche Werkstückhandling erfolgt durch einen Sechs-Achs-Roboter mit entsprechend angepasster elektropneumatischer Greifereinheit.

Ab zum Strahlen!
Diese entnimmt das Rohteil vom Transportsystem und setzt es in der dafür vorgesehenen Wendekammer-Strahlanlage vom Typ RWK 6/12-2 ab. Das Rohteil wird nun geklemmt und durch eine 180°-Drehung des Drehtisches in den Strahlbereich befördert. Anschließend übernehmen zwei Hochleistungs-Schleuderräder das strahltechnische Bearbeiten der Werkstückoberfläche, wobei sich das Werkstück selbst kontinuierlich über einen separat angetriebenen Satelliten im Strahlbereich dreht. Parallel wird der Beladebereich der Strahlanlage mit einem weiteren Rohteil beschickt. Nach Ablauf der Strahlzeit erfolgt wiederum eine 180°-Taktung, sodass das fertig bearbeitete Werkstück vom Handlingroboter entnommen und in die nebenstehende Druckstrahlkabine eingelegt werden kann. Angeschlossen an diese Druckstrahlkabine ist eine zweite Robotereinheit, die mit einer Druckstrahldüse (bzw. einem entsprechenden Düsenstock) versehen ist. Der Strahlkopf selbst ist durch ein patentiertes Dichtsystem staubdicht vom Außenbereich abgeschottet. Dies erlaubt ein Höchstmaß an Bewegungsfreiheit des Strahlroboters bei gleichzeitiger Maximierung der Strahlanlagenabdichtung. Der Strahlroboter fährt das vorprogrammierte Muster der im Werkstück befindlichen Kanäle ab und entfernt durch gezieltes Strahlen direkt in die Bohrungen Grate innerhalb des Werkstückes. Ist dieser Strahlzyklus abgelaufen, greift der Handlingroboter das fertig bearbeitete Werkstück auf, entleert dies durch entsprechende Rotationsbewegungen und setzt es positionsgenau auf dem Werkstücktransportsystem ab. Mit diesem Schritt endet der Gesamtzyklus.

Ausgabe:
bbr 7-8/2008
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Themenvorschau bbr (PDF)

bbr Bänder Bleche Rohre - Themenvorschau

 

bbr Sonderhefte und Supplements