24. MAI 2018

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Einfach ätzend


Technik

Als präzises Verfahren für die Blechbearbeitung erreicht das fotochemische Ätzen enge Toleranzen, ist hoch reproduzierbar und in vielen Fällen die einzige Technologie, mit der Metallteile in der für anspruchsvolle und oft sicherheitskritische Anwendungen notwendigen Genauigkeit kostengünstig gefertigt werden können.
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Da beim fotochemischen Ätzen keine Bearbeitung mit mechanischen Werkzeugen erfolgt, kommt es nicht zu Verzerrungen und Spannungen. Zudem sind die produzierten Teile absolut flach und gratfrei und weisen eine saubere Oberfläche auf, da das Metall einheitlich und gleichmäßig entfernt wird, bis die gewünschten Geometrien erreicht sind.

Wirtschaftliches Prototyping

Fotochemisches Ätzen wird pro Blech berechnet, nicht pro Teil. Das bedeutet, dass auch Teile mit unterschiedlichen Geometrien nutzenoptimiert auf ein und demselben Blech positioniert und gleichzeitig mit einem einzigen Werkzeug bearbeitet werden können. Diese Fähigkeit, viele Teiletypen in einem Produktionslauf herzustellen, ist der Schlüssel zu den enormen Kosteneinsparungen, die mit dem Verfahren erzielt werden können.

Fotochemisches Ätzen eignet sich für praktisch alle Metalltypen. Dazu gehören auch weiche, harte oder spröde Metalle. Aluminium beispielsweise ist schwierig zu stanzen, da es ein sehr weiches Metall ist, während Laserschneiden von Aluminium aufgrund der Reflektivität des Materials problematisch ist. Auch die Härte von Titan kann sich als schwierig erweisen. Das Ätzverfahren ist für derartige kompliziert zu bearbeitende Metalle eine Alternative. Unternehmen, die spezielle Verarbeitungsprozesse für diese Sondermaterialien entwickelt haben, werden künftig den Markt bestimmen. Dazu zählt beispielsweise die bisher einzigartige Titan-Ätzanlage, wie sie von Precision Micro betrieben wird.

Viele Metallbearbeitungsverfahren benötigen zur Herstellung der Werkzeuge Wochen. Fotochemisches Ätzen zeichnet sich dagegen durch einen inhärent schnellen Produktionsprozess aus. Die Werkzeugherstellung dauert in der Regel nicht länger als einen Tag. Das wirkt sich positiv auf die Lieferfristen sowie die gesamte Time-to-Market-Phase aus.


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Ausgabe:
bbr 01/2018
Unternehmen:
Bilder:
Precision Micro
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Precision Micro
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