25. APRIL 2018

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Kleine Losgrößen mit Automation


Technik

Für komplexe Rohrvarianten in kleinen Stückzahlen hat Transfluid eine flexible Fertigungszelle entwickelt. Die Automation bietet in der Fertigung einerseits Prozesssicherheit, andererseits Planungssicherheit.
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Passt das überhaupt zusammen: Rohre in kleinen Stückzahlen, vollautomatisch gefertigt? Der Trend, der mit der steigenden Nachfrage einhergeht, zeugt von der Wirtschaftlichkeit und Effektivität einer automatisierten Fertigung, die der Maschinenhersteller Transfluid jetzt im Rahmen eines Projekts ermöglicht hat.

»Was vor allem für die Automation bei kleinen Stückzahlen spricht, ist die Prozesssicherheit und die Möglichkeit, Daten exakt auszulesen«, erläutert Stefanie Flaeper, Geschäftsführerin bei Transfluid. Hinzu kommt die mitarbeiterunabhängige Fertigung. Und bei der automatisierten Bearbeitung hat der Prozess einen starken Einfluss auf nachfolgende Abläufe, beispielsweise auf die Montage von Baugruppen. »Hier bietet eine Automatisierung relativ viel Planungssicherheit«, ergänzt Stefanie Flaeper.

Kundenseitig war beim Transfluid-Projekt ein präzise abgestimmtes Automationssystem gefragt – für die Bearbeitung von Chrom-VI-frei beschichteten Rohren sowie von Rohren mit pulverbeschichteten Oberflächen, die sehr empfindlich sind.

Die Werkstücke können relativ kurz (150 Millimeter) oder auch relativ lang (bis 3.000 Millimeter) sein und die Beladung sollte automatisch erfolgen. Darüber hinaus war das Aufziehen von Schneidringen gewünscht sowie das Montieren von Flanschen, das Herstellen von Schlauchsicken und die rechts-links-biegende Weiterverarbeitung der Rohre.

Eine überaus anspruchsvolle Aufgabe, die Transfluid mit einem Automationssystem gelöst hat, bei dem die Werkstücke nach dem Trennvorgang in einem Schieberförderer zur automatischen Vereinzelung geladen werden können. Für die pulverbeschichteten Rohre ist eine separate Beladung vorgesehen, weil hier nur sehr kleine Mengen zugeführt werden, um Beschädigungen der Oberfläche zu vermeiden.

Eine integrierte axiale Transfluid-Umformmaschine stellt die Sicken und Schlauchanschlüsse her. Auf einer zweiten Umformmaschine können die für einige Bauteile notwendigen Flansche zugeführt und fixiert werden. Anschließend werden die Rohre in einer Biegemaschine lagerichtig positioniert, gebogen und kontrolliert abgelegt. Das gesamte Handling nach der Vereinzelung zu den einzelnen Maschinen erfolgt über einen Roboter.


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Ausgabe:
bbr 06/2017
Unternehmen:
Bilder:
Transfluid
Transfluid

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