22. NOVEMBER 2017

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Schluss mit der Zettelwirtschaft!


Handel

Händler und Käufer im Stahlhandel schnell, effizient und zuverlässig zusammenbringen und damit Transaktionskosten für beide Seiten verringern – das soll der Online-Marktplatz von Mapudo ermöglichen.
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In zahlreichen Branchen ist E-Procurement bereits ein effizienter Weg zur Reduzierung von Prozesskosten sowie zur Konzentration des Einkaufsvolumens. Der Digitalisierungsgrad reicht von einem katalogbasierenden Einkauf bis zur lückenlosen digitalen Kette von dem Entstehen eines Bedarfs bis zur Rechnungsstellung.

Darüber hinaus schafft die Digitalisierung wertvolle Potenziale für das Warengruppen-Management. Einkäufer können sich stärker auf werthaltige A- und B-Warengruppen konzentrieren, wenn die Beschaffung von C-Teilen überwiegend digital und prozessoptimiert abgewickelt wird.
Ferner ermöglicht E-Procurement Transparenz zu jeder Transaktion: Anforderer, Gegenstand, Zeitpunkt, Ort und Konditionen zur jeweiligen Bestellung können jederzeit zurückverfolgt werden. Dies gewährleistet Compliance-Konformität und verhindert ein ›Maverick Buying‹, das heißt Beschaffungsvorgänge ohne Einbeziehung des Einkaufs.

Erschwerte Digitalisierung

In der Stahlbeschaffung ist E-Procurement bislang wenig verbreiet. Folgende Merkmale von Stahl als Produkt erschweren die Digitalisierung:
 • Herstellungsbezogen können keine herstellereigenen Artikelnummern vergeben werden, sodass eine eindeutige Identifikation ausschließlich über in Normen beschriebenen Produktmerkmalen erfolgen kann.
  • Norm-seitig zulässige Toleranzen sind teilweise zu groß für eine katalog-basierende Standardisierung (wie die Längenvariabilität nahtloser Rohre)
  • Die für die Preisfindung zu berücksichtigenden Faktoren sind komplex, etwa Gebühren für standardmäßig anfallende Sägeschnitte, gewichts- und distanzabhängige Transportkosten, positionsbezogene Pauschalen für Materialzeugnisse sowie Rabattberechnungen auf Auftragsebene.
  • Aufgrund des hohen spezifischen Gewichts können Standardlagerartikel nicht wirtschaftlich über lange Strecken ausgeliefert werden, sodass Stahl in regionalen Teilmärkten vertrieben wird.
Als Folge ist der persönliche Kontakt zwischen Ein- und Verkäufer häufig Grundvoraussetzung für das Zustandekommen einer Transaktion. In der Praxis stellen viele Beschaffende zunächst drei bis vier Anfragen an die ihnen bekannten Stahlanbieter, bevor ein Auftrag platziert werden kann. Auf Prozesspotenziale im Rahmen einer Digitalisierung angesprochen, wird häufig kein Handlungsbedarf in der Stahlbeschaffung gesehen. Vielmehr wird der bestehende Prozess als schnell und der persönliche Kontakt als Erfolgsfaktor wahrgenommen.


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Ausgabe:
bbr 06/2017
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