17. DEZEMBER 2017

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Winkelschleifer adé


Technik - Oberflächen und Kanten

Es sind richtige Ungetüme – die großen Portalkrane, mit denen in Häfen und an anderen Umschlagplätzen Container scheinbar spielend leicht umgesetzt werden. In einem derartigen Riesen können zig Tonnen Stahlbleche stecken. Eine reibungslose Weiterverarbeitung der Teile verlangt, dass diese passgenau, schweißnahtvorbereitet und an den Kanten für eine optimale Lackhaftung gerundet sind.
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Konecranes Noell, vormals Terex MHPS, mit Sitz in Würzburg ist weltweit bekannt als Maschinenbauunternehmen und verfügt über eine hohe Fertigungstiefe inklusive Stahlbau. Das Unternehmen entwickelt und baut Portalstapler, die 15 Meter oder noch höher sein können. Durchschnittlich stecken in einem derartigen Riesen 27 Tonnen Stahlbleche. Um zu gewährleisten, dass diese Bleche nach dem Plasmaschneiden problemlos weiterverarbeitet werden können, investierte Konecranes in eine moderne Lissmac-Schleif- und Entgratlinie für die Schlackeentfernung und Kantenbearbeitung.

Beim Betreten der riesigen Fertigungshalle wird sofort klar, dass hier eine Vielzahl von Blechen verarbeitet wird. Wo man auch hinblickt – überall Bleche. Bleche auf Paletten, in Regalen oder auf Schneidtischen einer Plasma- oder Autogenanlage. Sie sind unterschiedlich dick, ab etwa drei bis über 100 Millimeter. Die Abmessungen wirken mit Längen bis 6.000 Millimeter gigantisch. Gelagert und bearbeitet werden diese Bleche in der Zuschnitthalle der Konecranes Noell.
Das unterfränkische Unternehmen, das seine Wurzeln bis zum Jahre 1824 zurückführt, hatte seine Anfänge im Stahl- und Anlagenbau. Heute entwickelt und baut Konecranes Noell riesige Portalstapler – Fachleute nennen sie ›Straddle Carrier‹. Ihren Einsatz finden sie an Container-Umschlagplätzen für das Heben, Senken, Transportieren und Umsetzen sperriger Container. In einem einzigen Portalkran seien durchschnittlich 27 Tonnen Stahlbleche verbaut, erfährt der neugierige Reporter.
Die Zeiten, in denen der Stahlbau eher als ›raue‹ Fertgungstechnik galt, sind längst vorbei. Absolute Funktionsfähigkeit, Optik, Sicherheit und insgesamt höchste Qualität müssen heute unter wirtschaftlichen Aspekten sichergestellt sein und gehören zur Normalität bei Konecranes.
Exakt passen müssen auch die Bleche – etwa 4.000 Tonnen jährlich –, die der Zuschnitt von Konecranes an den eigenen Zusammenbau liefert. Dabei kommt es nicht nur auf die genauen Abmessungen und Passgenauigkeit der Teile untereinander an, sondern auch auf die Kanten. Deshalb widmen die Zuschnittexperten der Kantenbearbeitung auch ihre besondere Aufmerksamkeit. »Als Zulieferer für den Zusammenbau sind wir gefordert, einwandfreie und passgenaue Zuschnittteile zu liefern, die ohne Nacharbeit oder Korrekturen sicher und schnell verbaut werden können«, betont Burkard Stamm, Abteilungsleiter Zuschnitt bei Konecranes.


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bbr 06/2017
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