13. DEZEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Zeigen, dass man mehr kann


Technik - Produktionsplanung

Dienstleister unterliegen in der Regel einem scharfen Wettbewerb, auch in der Blechverarbeitung. Da kommt es auf jedes Detail an, um sich von eben diesem Wettbewerb abzuheben. Ein hessischer Blechverarbeiter kann sich auf eine Vielzahl solcher Details stützen und ist entsprechend erfolgreich. Eine große Stütze ist die Software.
Mehrseitiger Artikel:
  1 2 3 4  

 
»Da unsere Bauteile dank 3D-Modell hundertprozentig passen, können wir sie zum Beispiel beim Kunden direkt an die Maschinen bauen. Da muss nichts mehr angepasst werden. Das ist mit früher nicht mehr zu vergleichen«, schildert Torsten Volk einen wesentlichen Vorteil von Topsworks, »deshalb lohnt sich auch der Konstruktionsaufwand. Wir können heute wesentlich komplexere Blechgebilde schaffen. Von dem früheren Gestückel zum Beispiel im Gehäusebau sind wir inzwischen weit weg.«
Dass Gehäuse aus Blech bestehen, ist selbstverständlich, doch Blechteile können ja oft auch Frästeile ersetzen … oder? »Blechteile kosten in der Regel nur einen Bruchteil derer, die von der Fünf-Achs-Maschine kommen. Aber man muss Mitarbeiter und Kunden erst dahin bringen, in Blech zu denken, das ist für uns eine wesentliche Aufgabe«, betont Martin Volk. »Ein Problem ist, dass Blech weder an den Hochschulen noch in der Technikerausbildung eine Rolle spielt. Für uns ist das ein Vorteil, weil wir gut ausgebildete Mitarbeiter haben, die mit den Kunden kompetent verhandeln können.« Die staunen oft, was man in Blech alles machen kann, und zwar stabil machen kann. Wir können nur beraten und zum Nachdenken anregen, aber wenn wir unsere Gesprächspartner überzeugen können, entsteht eine enorme Kundenbindung. Einfach ist das allerdings nicht«, ergänzt sein Bruder.
Immerhin fällt die Überzeugungsarbeit mit Solidworks und Topsworks deutlich einfacher als ohne. Denn man kann mit den Kunden, so sie auch die neueste Version haben, die Daten direkt und ohne neutrales Zwischenformat austauschen, und der Kunde kann selbst nachrechnen, ob das Teil wirklich hält, was der Anbieter verspricht.
 
Aber nicht nur für die mechanische Berechnung ist Topsworks eine probate Unterstützung, sondern auch für die Kostenkalkulation – selbst dann, wenn der Kunde keine ›Zeichnung‹, also CAD-Daten, liefert, sondern ein fertiges Blechteil: Sobald dieses im CAD ›redesigned‹ ist, die Materialdaten eingegeben und die Arbeitsschritte definiert sind sowie die Machbarkeit geprüft ist, liefert Topsworks die Daten an Solidworks und man erhält die Kosten quasi auf Knopfdruck.
Wir sehen, Solidworks im allgemeinen und Topsworks im besonderen können eine Menge. Solidworks wurde gerade im Blechbereich und in der Fügetechnik in den letzten Jahren sehr verbessert und stellt durch Features wie flexiblen Workflow, Ermittlungen der Fertigungskosten, problemlosen Abwicklung von importieren Daten sowie der Ausgabe der Abwicklung als DXF direkt vom Teil, ein gutes Tool für Fertiger dar.


Mehrseitiger Artikel:
  1 2 3 4  

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Themenvorschau bbr (PDF)

bbr Bänder Bleche Rohre - Themenvorschau

   Themenvorschau 7-2017

bbr Sonderhefte und Supplements