17. DEZEMBER 2017

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Zeigen, dass man mehr kann


Technik - Produktionsplanung

Dienstleister unterliegen in der Regel einem scharfen Wettbewerb, auch in der Blechverarbeitung. Da kommt es auf jedes Detail an, um sich von eben diesem Wettbewerb abzuheben. Ein hessischer Blechverarbeiter kann sich auf eine Vielzahl solcher Details stützen und ist entsprechend erfolgreich. Eine große Stütze ist die Software.
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Die Volk GmbH CNC-Blechverarbeitung aus Hüttenberg bei Wetzlar, 2011 mit 16 Mitarbeitern gestartet, versteht sich als Dienstleister rund ums Blech, der nicht nur Blechteile ausschneidet und biegt, sondern auch weiterbearbeitet, sei es durch Fügen oder spanende Bearbeitung. Dass man 2017 bereits über 90 Mitarbeiter, also mehr als die fünffache Anzahl, beschäftigen kann, liegt aber nicht nur am gelungenen Konzept, sondern auch an der Qualität und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis der Erzeugnisse.

Die Brüder Torsten und Martin Volk haben offensichtlich alles richtig gemacht – nicht nur auf Kundenseite, sondern auch auf dem Arbeitsmarkt. Denn durchschnittlich zwölf Mitarbeiter pro Jahr muss man erst mal finden und halten in einer überwiegend ländlichen Region, in der die Städte Frankfurt, Gießen, Wetzlar und Limburg eine große Anziehungskraft ausüben. »Unsere Erfahrung ist, dass man als modern ausgestattetes, junges Unternehmen für junge Menschen sehr attraktiv ist. Und genauso attraktiv versuchen wir mit unserem Maschinenpark auch für die Kunden zu sein«, berichtet Torsten Volk.
Ein Gang durch die Werkshallen bestätigt: Auch was die Produktionsmittel anbelangt, versucht Volk auf aktuellem Stand zu bleiben. So findet man neben Trumpf-Laser- und Biegeanlagen auch Bearbeitungszentren von DMG, um nur zwei Namen zu nennen. CAD-CAM-seitig stützt man sich auf Solidworks und dessen Ergänzungstool Topsworks der DPS Software GmbH. Elf Lizenzen hat Volk inzwischen erworben. Dazu kommt ein Arbeitsplatz mit dem integrierten CAM-System Solidcam, mit dem auch die zerspanenden Bearbeitungen komplett simuliert werden können.
Die Konstruktionssoftware ist für Volk weit mehr als die Schnittstelle zwischen den Kundendaten und den Maschinensteuerungen; vielmehr erweitert sie das Angebotsspektrum um Konstruktionsdienstleistungen zum Zwecke des Redesigns von Maschinen, der Optimierung von Teilen, der blechgerechten Konstruktion und Fertigung und so weiter, auch die Machbarkeit kann geprüft werden. Volk berät und macht Vorschläge, der Kunde hat das letzte Wort.
Der Kunde hat, wie üblich, im übertragenen Sinne auch das erste Wort, in Gestalt einer Zeichnung, die heute fast ausschließlich digital und meistens in 3D geliefert wird. Oder auch in Form eines fertigen Teils, von dem die Maße erst abgenommen und digitalisiert werden müssen. Bekanntlich ist alle Theorie grau, also ungenau, und je dicker das Blech, desto grauer ist in diesem Sinne die Theorie – zumindest dann, wenn das Blech nicht flach, oder fachlich korrekt ausgedrückt, eben bleibt.


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