17. DEZEMBER 2017

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Machbarkeit prüfen


Fokus/Umformtechnik

In der Blechumformung ist die Simulation nahtlos in den Entwicklungs- und Fertigungsprozess integriert. Für frühe Machbarkeitsuntersuchungen ist jedoch immer noch das zeitaufwendige Trial-and-Error-Prinzip gängige Praxis. Mit dem Programm ›Die Starter‹ verfolgt ESI einen neuen Ansatz, mit dem Ingenieure simulationsgestützt schnell einen ersten Entwurf für die Wirkfläche erzeugen können.
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Schnelles Wirkflächen-Design in zwei Schritten

Vor diesem Hintergrund hat die ESI Group einen neuen Ansatz entwickelt: Das Modul ›Die Starter‹ ist vollständig in ›Visual-Diemaker‹ und ›PAM-Diemaker for Catia V5‹ integriert. Es bietet eine schnelle Lösung für die frühe Bewertung der Machbarkeit einer Umformstrategie mit einer detaillierten Prozessvalidierung. Dabei sind vom kompletten Neuentwurf eines Werkzeuges oder der Überarbeitung von Designs bis hin zur klassischen manuellen Konstruktion unterschiedliche Vorgehensweisen möglich.
Im Wwesentlichen besteht die Die-Starter-Methode aus zwei Bereichen:
• ein erstes schnelles Wirkflächen-Design (Initial Die-Face-Design) einschließlich einer Design-Überprüfung (Quick Analysis),
• eine anschließende Optimierung auf der Basis eines Optimierungsalgorithmus.
Voraussetzung für das Initial Die-Face-Design ist ein vorbereitetes Bauteil, die Schwenkung des Bauteils sowie einige wenige Input-Parameter seitens des Anwenders, zum Beispiel Basisparameter hinsichtlich Material und Prozess. In wenigen Minuten liefert Die Starter einen ersten Vorschlag für ein komplettes Wirkflächen-Design, bei dem auch Blechhalter- und Ankonstruktionsflächen (Nurbs-Flächen) automatisch erzeugt werden.
Die Wirkflächen werden auf minimalen Materialeinsatz hin optimiert. Um spezifische Ausführungsformen zu erzeugen, können geometrische Randbedingungen – etwa doppelt gekrümmte Flächen, Einbindung von Flanschen, innere Blechhalter – hinzugefügt werden. Die Ankonstruktionsflächen sind eine Kombination des Two-Principal-Profiles-Konzepts (Standard- sowie Wulst-/Stufen-Ankonstruktion), wodurch der Großteil der Probleme abgedeckt wird. Eine automatische globale Glättungstechnik wird eingesetzt, um einen sauberen Matrizeneinlauf zu gewährleisten.
In den meisten Fällen wird für die Umformung ein Tiefziehprozess mit geschätzten Startwerten für die Rückhaltekräfte angenommen. Für bestimmte Teile, etwa die Außenhaut, kann ein Streckzieh-Prozess hinzugefügt werden, wobei eine Sperrsicke um das gesamte Teil berücksichtigt wird. Beide Optionen sind in Die Starter verfügbar.


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Ausgabe:
bbr 06/2017
Unternehmen:
Bilder:
ESI Group
ESI Group

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