21. NOVEMBER 2017

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Machbarkeit prüfen


Fokus/Umformtechnik

In der Blechumformung ist die Simulation nahtlos in den Entwicklungs- und Fertigungsprozess integriert. Für frühe Machbarkeitsuntersuchungen ist jedoch immer noch das zeitaufwendige Trial-and-Error-Prinzip gängige Praxis. Mit dem Programm ›Die Starter‹ verfolgt ESI einen neuen Ansatz, mit dem Ingenieure simulationsgestützt schnell einen ersten Entwurf für die Wirkfläche erzeugen können.
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Zur Jahrtausendwende wurden Simulationen in der Blechumformung lediglich für einige Teilaspekte eingesetzt, etwa für die Versuchsvalidierung und daran anschließende Operationen (Virtual Press Try-out). Inzwischen hat sich das Bild gewandelt. 
Die Simulation wird heute entlang der gesamten Prozesskette für die Bewertung und Optimierung sämtlicher Arbeitsschritte eingesetzt. Machbarkeitsstudien und Kostenabschätzungen sorgen dafür, dass sowohl technische als auch betriebswirtschaftliche Entscheidungen frühzeitig getroffen werden können.
Die Kombination unterschiedlicher CAE-Lösungen deckt alle Phasen des Umformprozesses ab und erlaubt Anwendern, sich auf das Engineering zu konzentrieren. Als besonders erfolgreich hat sich die Kombination von ›Visual-Diemaker‹ oder ›PAM-Diemaker for Catia V5‹ mit ›PAM-Stamp‹ von ESI erwiesen. Dieses Softwareset kann über den ganzen Prozess genutzt werden – von der Bauteilvorbereitung und der Bauteilschwenkung, der Konstruktion des Blechhalters und der Ankonstruktion bis hin zur Analyse und zu Folgeprozessen wie dem Bescheiden und Bördeln.

Machbarkeitsstudien in einer frühen Phase fallen im Umformprozess eine zentrale Bedeutung zu, da über sie die technischen Grundlagen für den gesamten Prozess festgelegt werden und damit letztlich auch die Kosten. Trotz intensiver Nutzung der Simulationstechnik wird hier oft noch nach dem Trial-and-Error-Prinzip verfahren, was eine große Anzahl von Iterationen erfordert und darüber hinaus erfahrene Anwender voraussetzt. Zwar strebt man über Best-Practices-Beispiele für den Werkzeugbau schnell bessere Lösungen an, doch bleiben Unwägbarkeiten bestehen: 
• Das Design kann – je nach Anwender – variieren.
• Das nach Best-Practices-Regeln ausgeführte Design muss nicht optimal für die Anforderungen und Randbedingungen sein.
• Eine akzeptable Lösung ist langwierig, vor allem für komplexe Teile.
 
Zusammengefasst lässt sich daraus die Forderung nach einem stabilen, wiederholbaren und geradlinigen Prozess für die Entwicklung von Wirkflächen und Umformwerkzeugen ableiten, mit dem sich die Zykluszeit zwischen Bauteildesign und frühen Machbarkeitsstudien verkürzen lässt.


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Ausgabe:
bbr 06/2017
Unternehmen:
Bilder:
ESI Group
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