21. NOVEMBER 2017

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Induktives Löten


Fokus/Löten

Die Lötprozesse in der industriellen Produktion lassen sich kaum zählen. Zahlreich sind auch die Technologien, etwa Öfen oder Gasflammen – mit einem entscheidenden Nachteil: Die Verfahren sind relativ langsam und träge. Nicht so das induktive Löten.
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Bereits das einfache Anwendungsbeispiel ›Kupferschiene‹ für die Elektro-Industrie macht den Vorteil des induktiven Lötens deutlich. Diese Bauteile sorgen in großen Transformatoren an vielen Stellen für die Stromübertragung. Die Kupferschienen und -profile werden mit ihren Verbindungselementen verlötet, um aufwendige Schraubkonstruktionen zu vermeiden.

Ein Hersteller industrieller Stromversorgung setzt dazu auf Induktionsprozesse von Eldec: Die Profile werden jeweils mit einer Klemme präzise zusammengehalten und über dem Induktor von Eldec positioniert. Bei einer Löttemperatur von 680 bis 720 Grad Celsius schmilzt das eingesetzte Phosphorlot und sorgt so für eine dauerhaft feste Verbindung. Für Flexibilität im Produktionsprozess sorgt die große Auswahl von Induktoren, die Eldec im Rahmen von Manufakturprozessen fertigt. Je nach Form und Größe des Werkzeugs lassen sich so ganz unterschiedliche Kupferprofile verlöten – und das ohne die Energiequelle zu wechseln; denn der eingesetzte Generator aus der Eldec-Produktfamilie Mico garantiert mit seiner Steuertechnik die jeweils benötigte Energiemenge. Das Verfahren ist laut Anbieter völlig unkompliziert und sehr schnell.

Kurzschlussringe per Induktion verlöten

Ähnlich ›schlank‹ und effektiv stellt sich das induktive Löten im Windkraft-Anlagenbau dar. Hier werden die Kurzschlussringe mit dem Generator verlötet. Dazu befindet sich der von Eldec gefertigte Induktor unterhalb des Kurzschlussringes, der dann auf 680 bis 720 Grad Celsius erhitzt wird. Anschließend schmilzt das eingesetzte Phosphorlot und verlötet den Kurzschlussring mit allen Kupferstäben. Die Lötung ist innerhalb von dreieinhalb bis vier Minuten abgeschlossen.

»Der größte Vorteil der Anwendung zeigt sich beim Blick auf die Lötung«, erklärt Pasquale Di Santi, Technologievertrieb Generatoren bei Eldec. »Sie weist nur sehr wenig Oxidbildung auf und ist in ihrer Qualität deshalb sehr hochwertig. Außerdem fließt beim Induktionslöten nur wenig Wärme in die Stäbe ab. Verzüge im Bauteil sind so weitgehend ausgeschlossen, weil die Lötung ›in einem Schuss‹ erfolgt.«

Besondere Bedeutung hat auch bei diesem Beispiel die Leistungsklasse des Generators. Verwendet wird ein Mittelfrequenz-Modell aus der Custom-Line-Baureihe von Eldec mit 250 kW Leistung. Der individuell konfigurierte Generator und die robuste Technologie sichern laut Hersteller den stabilen Lötprozess.


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Ausgabe:
bbr 05/2017
Unternehmen:
Bilder:
Vestas Wind Systems
Emag Eldec
Emag Eldec

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