28. JUNI 2017

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Es klingt nach Science-Fiction


Forum/Meinungen aus der Industrie

Sie setzen auf teleoperative Steuerung, Inline-Prozess-Überwachung und den Einsatz von Wissensdatenbanken. Die Rede ist von DORP, dem Dortmunder Insidertreff der Rohr- und Profilbieger.

Wer nicht aus dieser Szene kommt, ist überrascht über den hohen Einsatz an High-Tech: Fast überall klang es auf dem 6. Dortmunder Kolloquium zum Rohr- und Profilbiegen (Dorp), einer Veranstaltung des Instituts für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) der TU Dortmund, nach Science Fiction. IUL-Leiter Professor A. Erman Tekkaya: »Wir haben eine mit Transfluid entwickelte Biegemaschine ins Internet gebracht, die unsere Studenten mit Ipads bedienen: Sie stellen die Parameter ein, starten sie, rufen Daten ab, messen Kräfte und sehen sich den Prozess an.«

Der Einstieg des Institutsleiters wies auf einen Wandel hin: Der Trend zu immer kleineren Losgrößen, höherer Präzision und die von vielen Kunden geforderte Dokumentation wichtiger Prozessschritte lässt sich nur noch mit Industrie-4.0-Methoden erreichen. Das DORP bewies in diesem Punkt, dass die Umformer dabei locker mit den Kollegen aus der Zerspanung mithalten können.

Auch in Sachen Prozessinnovation haben die Rohr- und Profilbieger die Nase vorn: Zu den Highlights zählten nicht nur Innovationen wie das 3D-Biegen, sondern auch die Wiederentdeckung des Innenhochdruckumformens (IHU). Gemeinsamer Nenner aller Aktivitäten: Im Idealfall entstehen digitale Fertigungsprozesse, die Rohre und Profile auch in Kleinserie oder Losgröße eins kostengünstig unter den gleichen Bedingungen wie in der Großserie biegen.

Nikolaus Fecht
Fachjournalist aus Gelsenkirchen
www.iul.eu

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