27. AUGUST 2016

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Federn ganz einfach


Titel/Federbiegenmaschinen

Eine Bedienung, wie man sie vom Smartphone her gewohnt ist, aber auch neue Federwindemaschinen wird Fortuna Federn aus Österreich im Frühjahr 2016 auf der Wire in Düsseldorf vorstellen. Erhältlich sind die Produkte aber schon jetzt.

Handys, Tablets und Tablet-PCs sind mittlerweile allgegenwärtig, und mehr und mehr Anwendungen benutzen diese sehr intuitive und einfache Möglichkeit, um Daten zu erfassen. Die Benutzerfreundlichkeit liegt hier an erster Stelle, und gerade die Vereinheitlichung der Bedienung erleichtert die einfache Benutzung der aktuellen Software.

Die weite Verbreitung dieser neuen Technologien, mittlerweile auch in der Industrie, hat die Fortuna Federn GmbH dazu bewogen, die neuen Steuerungsversionen in Richtung Zukunft zu lenken und auch auf den eigenen Maschinen zu installieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Benutzer sind die Bedienung bereits auf ihren eigenen Geräten wie Smartphones und Tablets gewohnt. Warum dann diese einfache Art der Benutzung nicht auch auf den Touchscreen der Federwindemaschinen übertragen?

Neue Möglichkeiten für die Mensch-Maschine-Interaktion

Als sich Fortunas neueste Software SpringDesigner im Entwicklungsstadium befand, bestand, wie Geschäftsführer Goran Fofonjka rückblickend erklärt, die wichtigste Aufgabe darin, diese neuen Möglichkeiten für die Mensch-Maschine-Interaktion eben auf die Maschinen zu bringen. Hauptziel: Die Interaktion mit der Maschine wird so einfach wie möglich gehalten. Sehr hilfreich war, dass sich die Verantwortlichen auf ihre ziemlich große Erfahrung in der Entwicklung, Ausführung und Instandhaltung der hauseigenen Programme WIM CNC SpringMaster und COM CNC Spring Producer stützen konnten.

Goran Fofonjka: »COM CNC SpringDesigner vereinfacht Programmierung und Steuerung der Maschine und das Abrufen der bereits vorhandenen ›Rezepte‹ aus dem Speicher. Viele Optionen zur einfachen Datenerfassung sowie zur Produktionskontrolle (digitales Handrad) ermöglichen eine höhere Produktivität, als mit den derzeit auf dem Markt vorhandenen Technologien anderer Hersteller möglich ist.«

Fofonjka nennt ein Beispiel: »Wenn der Benutzer die Maschine mechanisch auf den Federdurchmesser vorbereitet, benutzt er künftig die neue visuelle Darstellung der Achsen auf der Maschine. In dieser neuen Darstellung hat er die Möglichkeit, sich durch die Achsen mit den bereits weit verbreiteten Fingerbewegungen, also Streifen, Tippen und vieles mehr, auf dem Touchscreen zu bewegen. Somit kann der Benutzer diejenigen Achsen auswählen und auf dem Bildschirm anzeigen lassen, die er gerade in diesem Moment braucht. Dadurch wird eine falsche Bedienung der Maschine minimiert.«

Die am weitesten fortgeschrittene Möglichkeit des neuen SpringDesigners kann man im Modus der Rezept-Gestaltung (Federprogrammierung) nutzen. Der Benutzer interagiert mit der angezeigten 3D-Feder in Echtzeit. Das Hinzufügen, Löschen und Verändern der Federparameter (wie Drahtstärke, Federdurchmesser, Steigung, verschiedene Federsegmente) wird in Echzeit auf der 3D-Feder auf dem Bildschirm dargestellt.

Die Anzeige des 3D-Federmodells in Verbindung mit den Daten aus dem zu programmierenden Rezept (Feder) bringt eine neue und laut Goran Fofonjka einzigartige Erfahrung an Benutzerfreundlichkeit. Der Benutzer kann jetzt sofort sehen, wie sich seine Veränderungen auf die zu fertigende Feder auswirken, und das ohne die Feder tatsächlich hergestellt zu haben.

Diese Möglichkeit erhöht die Sicherheit und verringert den Material- und Zeitverbrauch, der für die vielen Anläufe der Musterherstellung notwendig gewesen wäre.

Eine falsche Einstellung führt nicht selten zu Beschädigungen an den Werkzeugen. Die Veränderung der Parameter mit der sofortigen Anzeige der durchgeführten Veränderungen auf dem Bildschirm ermöglicht dem Benutzer zu verstehen, wie sich seine Änderungen auf die Feder auswirken werden, bevor diese überhaupt tatsächlich gemacht worden ist.

Das sei laut Goran Fofonjka jedoch nur der Anfang für die neuen Eingabemethoden im Federherstellungsprozess. Die Möglichkeiten seien »riesig«, was man bald auch im realen Leben sehen könne, ist sich Fofonjka sicher.

SpringDesigner, eine neue Entwicklung von Fortuna Federn, ist ab sofort an allen neuen Federwindemaschinen der Baureihe COM CNC verfügbar. Die erste offizielle Vorstellung fand bereits auf der SMI in Charlotte im Oktober 2015 statt.

Wire Halle 16, Stand E22
www.fortunafedern.com

Federmesssystem für Federwindemaschinen

Das Federmesssystem SCPC für die COM-CNC-Federwindemaschinen von Fortuna Federn ist eine moderne und intelligente Lösung zur laufenden Kontrolle und Korrektur der zu produzierenden Federn. Während des Wickelprozesses auf der COM-CNC-Federwickelmaschine misst das System die Parameter wie Federlänge, Federdurchmesser und Steigung, und das alles gleichzeitig. Basierend auf den gemessenen Resultaten werden die Federn anhand der vorgegebenen Toleranzen sortiert in die entsprechenden Fächer (gut/schlecht) gefüllt. Falls eine vordefinierte Anzahl der Fehler erkannt wurde, sendet das System ein Signal an die zentrale COM CNC, die dann eine Korrektur am vordefinierten Federmaß komplett automatisch durchführt. Im Falle einer deutlichen Anzahl von Fehlern stoppt das System den Wickelprozess und gibt Alarm.

Die Software des Federmesssystems ist komplett in die COM-CNC-Steuerung integriert. Da das Messsystem einen eigenen Prozessor besitzt, wird die restliche Steuerung nicht belastet und gewährleistet ein schnelles und reibungsloses Funktionieren.

Einige Funktionen des Systems:
- automatische Erkennung und Analyse der Federdaten
- benutzerfreundliche Eingabeeinheit über einen Touchscreen
- 200 x 200 mm Messfeld (bei längeren Federn kann die Messung an frei wählbarem Federteil durchgeführt werden – zum Beispiel die Federlänge)
- Genauigkeit ±0,05 mm
- Sortierfunktion nach vordefinierten Kriterien
- automatische Korrektur der Federdaten nach vordefinierten Kriterien direkt durch die Steuerung COM CNC
- Erkennung der signifikanten Fehler und Stoppen der Produktion
- Statistik

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