21. NOVEMBER 2017

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Instandhaltungskosten senken


Drahtherstellug

Die Nachfrage nach besonders belastbaren Werkstoffen wächst branchenübergreifend weiter. Hartmetall kann eine Antwort sein, zumal es strukturell gut an die jeweilige Aufgabe anpassbar ist.
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Das ermöglicht den Werkzeugeinsatz nach dem Schweißen unter extremen Temperaturen von über 1000 °C. Durch die Kombination aus hochwertigem Hartmetall und PVD-Beschichtung sinken auch hier die Reibungs- und Ädhäsionskräfte.

Bei NE-Metall-Stangen und Rohrzug (beispielsweise Kupfer) bringen harte Feinkornsorten mit geringem Binderanteil die besten Resultate. Hier liegt der Vorteil der feineren (homogeneren) Karbidverteilung an der Oberfläche des Werkzeuges.

Dadurch werden bereits durch das Grundmaterial Schmierneigungen des zu ziehenden Materials sowie die Gleitreibung minimiert und so die Langlebigkeit des Werkzeuges erheblich gesteigert. Durch Anpassung der verschiedenen Feinkornsorten an den Ziehprozess lassen sich optimale Standzeiten für das entsprechende Werkzeug erreichen.


Wire Halle 9, C31

www.durit.de


HARTMETALL – HINTERGRUND

Hartmetall ist ein Sinterwerkstoff, der überwiegend aus Wolframkarbid als Hartstoff und Kobalt als Bindemittel besteht. Die Herstellung und der wirtschaftliche Einsatz in der Werkzeugtechnologie von Wolframkarbid begann Anfang des 20. Jahrhunderts, maßgeblich durch Entwicklungen der deutschen Unternehmen Krupp und Osram.

Heute sind Komponenten und Werkzeuge aus Hartmetall in unterschiedlichsten Branchen für Anwendungen mit extrem hohem Verschleiß im Einsatz. Neben Produkten aus 100 Prozent Hartmetall sind Werkstoffkombinationen insbesondere mit Stahl oder Aluminium an der Tagesordnung.

Meist wird als Hauptbindemittel Kobalt eingesetzt. Bei besonderen großen Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit werden Nickel und Nickel-Chrom als Binder verwendet. Der Bindemittelanteil und die Korngröße der Karbide beeinflussen die Eigenschaften des Werkstoffs: Mit zunehmendem Bindemittelanteil steigt die Zähigkeit, während die Verschleißfestigkeit abnimmt.

Feines Korn erhöht die Härte und damit die Verschleißfestigkeit; grobes Korn erhöht die Zähigkeit und damit die Schlagfestigkeit.

Der Grund dafür ist leicht einzusehen: Grobes Korn (2,5 bis 6 µm) erzeugt größere Hohlräume zwischen den Karbiden, die mit Binder ausgefüllt werden. Diese ausgefüllten Hohlräume fungieren als Stoßdämpfer, beispielsweise bei einer Schlagbeanspruchung.

Fein(st)es Korn (0,5 bis 1,3 µm) wiederum weist eine geschlossene Oberflächenstruktur auf. Verschleiß findet, wenn überhaupt, hauptsächlich am Binder statt. Aufgrund der geringeren Korngröße bestehen nur kleine Binderzonen. Das macht sehr feines Korn verschleißbeständiger als Grobkorn.
Von Feinstkorn spricht man unterhalb 0,8 µm; Normalkorn weist 1,3 bis 2,5 µm auf.


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